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Rückblick

Unsere Aktivitäten 2016

12.11.2016 Stuttgart gegen Pelz

Für Pelzmäntel und besonders die inzwischen allgegenwärtigen Accessoires, wie Mützenbommel und Besätze  an Kapuzen und Jacken leiden jährlich 85 Millionen Tiere in industriellen Pelzfarmen. Eingesperrt unter artwidrigen  Bedingungen werden sie nach wenigen Monaten grausam getötet. Etwa 90 Prozent der bei uns verkauften Felle stammen aus China - "produziert" unter unvorstellbaren Bedingungen, wie z.B. dem Häuten bei lebendigem Leib. Wir sagen NEIN zu diesem sinnlosen Töten!

Bei der Veranstaltung „Stuttgart gegen Pelz“ machten am 12.11.2016 verschiedene Tierrechtsorganisationen auf das Leiden der Tiere und die Hintergründe der Pelzindustrie aufmerksam und setzten mit bunten Protestaktionen ein Zeichen gegen Pelz.

15.10.2016 Aktionstag für Tierrechte

Mit Infoständen und verschiedenen Aktionen war der Aktionstag für Tierrechte ein Hingucker beim Stuttgarter Schlossplatz. Viele Stuttgarter Tierrechtsorganisationen waren dem Aufruf der Tierrechtsinitiative Stuttgart gefolgt und füllten den Tag mit Leben. Am Infostand sprachen wir bei schönstem Sonnenschein mit Interessierten und informierten über Massentierhaltung, Jagd oder auch über die Grausamkeit der Pelzproduktion.

Mit Aktionen vor McDonalds und Breuninger machten die Teilnehmer des Aktionstages auf das Leiden der Tiere aufmerksam und schufen damit Öffentlichkeit und sorgten bei Passantinnen und Passanten für Diskussionsstoff.



21.09.2016 Mahnwache am Max-Planck-Institut – Präsenz zeigen!

Am MPI für biologische Kybernetik leiden immer noch 30 Affen im Tierversuch. Nach Beendigung der Versuchsreihen Ende des Jahres, sollen 25 der Tiere getötet und die Überlebenden in andere Labore gebracht  werden. Wir protestierten gemeinsam mit der privaten Initiative "Rettet die Versuchsaffen " vor dem Institut, dem Tatort der Tierquälerei. Wir fordern einen sofortigen Stopp der Versuche an Primatengehirnen und eine Freilassung der letzten 30 Affen in eine Auffangstation für Primaten.

Wenn auch Sie aktiv werden möchten, sammeln Sie gerne kurzfristig noch Unterschriften: http://tinyurl.com/affenversuche

25.02.2016 120 Kuscheltiere protestierten in Freiburg gegen Tierversuche

Sie kamen aus Berlin, Freiburg, Stuttgart, Freudenstadt und anderen Städten: 120 Frösche, Mäuse, Ratten, Affen und andere Kuscheltiere forderten stellvertretend für ihre Artgenossen aus Fleisch und Blut die Abschaffung von Tierversuchen und eine tierfreie Forschung.

Der tierschutzpolitische Sprecher der Grünen, Reinhold Pix, stattete uns einen Besuch ab und auch Radio Regenbogen und die Studentenzeitschrift Chilli schauten vorbei.

Freiburger halfen uns beim Flyern. Mehr über die Hintergründe erfahren.

29.01.2016 Bunte Tierrechtsaktion vor Schlachthof und Rathaus in Mannheim

MENSCHEN FÜR TIERRECHTE feiern mit Luftballons und Veggie-Wurst-Verköstigung die Weltwoche zur Abschaffung von Fleisch am 29. Januar.  Als Kuh und Schwein verkleidete Aktivisten halten bunte Luftballons und einen Banner „Abschaffung von Fleisch. Eine weltweite Bewegung" und verteilen kostenlos Veggie-Würstchen an Passanten. Als Metzger verkleidete Teilnehmer halten einen Banner: „Wenn du unbedingt Fleisch essen willst, beiß Dich in Deinen eigenen A..." und verteilen Flugblätter mit Hintergrundinformationen zur Weltwoche zur Abschaffung von Fleisch und zur veganen Ernährung.

Januar 2016: Darum haben wir die Challenge "Rob! Kill it! Cook it! Eat it!"auf bigFM begleitet


„Empört Euch für die Tiere!“ 

Seit dem 11. Januar läuft auf dem Radiosender bigFM die umstrittene Challenge „Rob! Kill it! Cook it! Eat it!". Wir wurden im Vorfeld von bigFM gefragt, ob wir die Challenge begleiten und unterstützen möchten. Zuerst waren wir natürlich skeptisch. Doch nach einem Vorgespräch am 7. Januar haben wir zugesagt. Und zwar aus folgenden Gründen:

• Das Team von bigFM hat uns vor Beginn der Challenge zugesichert, dass kein Kaninchen ins Studio geholt und auch nicht geschlachtet wird oder sonst in irgendeiner Weise gegen das Tierschutzgesetz verstoßen wird.

• Wir sahen in der Challenge die Chance, dass eine grundsätzliche Diskussion über das Schlachten & Essen von Tieren in der Öffentlichkeit ausgelöst wird.

• Wir haben damit gerechnet, dass die Zuhörer Mitgefühl mit dem Kaninchen zeigen und sich (allerdings ohne Gewaltandrohungen oder Beleidigungen) über dessen vermeintliche Schlachtung empören – zu Recht! Denn auch wir halten es für falsch, einem Tier das Gehirn zu zertrümmern und ihm die Kehle zu durchschneiden, um es zu essen. Egal, ob es sich dabei um ein Kaninchen, ein Schwein oder einen Fisch handelt. Jedes Tier möchte leben.

Wer also bei bigFM angerufen hat, um das Kaninchen zu retten, der sollte nun auch konsequent sein und selbst kein Fleisch mehr essen. Denn jedes Mal wenn wir ein Stück Fleisch kaufen, bezahlen wir den Schlachter dafür, dass er das nächste Tier tötet.

An dieser Stelle sagen wir: Vielen Dank an alle Zuhörer, die das Kaninchen retten wollten und sich – zu Recht! – empörten.

Denn die Tiere brauchen Eure Stimme.

Wenn ihr gemeinsam mit uns weitere Tiere retten möchtet, schreibt uns bitte: info@tierrechte-bw.de.

Hinweise zur veganen Ernährung findet Ihr hier.

PS: Vielen Dank an bigFM dafür, dass Ihr zwei Kaninchen vor dem Schlachter gerettet habt!

 


Unsere Aktivitäten 2015

03.12.2015 -17.12.2015 Schenken Sie Tieren zu Weihnachten das Leben

Unter dem Motto: „Schenken Sie Tieren zu Weihnachten das Leben" legten wir an unseren Weihnachtsinfoständen in der Stuttgarter Königsstraße tierfreundliche Plätzchen- und Weihnachtsmenürezepte, sowie Unterschriftenlisten aus und verteilten Flugblätter zu den Themen Tierversuche, Pelz und vegane Ernährung.

11.11.2015 St. Martin: Aktion rettet die Gänse

Unter dem Motto "Eine Gans retten, vegan essen" haben wir in Heilbronn Veggie - Würstchen und Rezepte für eine vegane „Martinigans" verteilt. Auch unsere Ausschreibung "Veganes Menü statt Martinsgans in Restaurants" ging heute zu Ende. Die Gewinnerin wurde ausgelost und erhält einen 20 Euro Gutschein für ein veganes Restaurant ihrer Wahl.

Vielen Dank für Ihre zahlreichen Briefe an die Restaurants und Ihren Einsatz für die Gänse! Sicher konnten nicht alle Gänse gerettet werden, aber wenn es auch nur eine einzige Gans war, hat es sich gelohnt!

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10.10.2015 Demo für Tierrechte in Stuttgart

Am 10. Oktober 2015 veranstaltete die Tierrechtsinitiative Region Stuttgart wieder die jährliche Demo für Tierrechte in Stuttgart. Ca. 350 Teilnehmer traten für mehr Rechte für Tiere ein und forderten ein Ende der Ausbeutung für unsere Mitgeschöpfe durch den Menschen. Auch unser Verein Menschen für Tierrechte nahm an dieser wichtigen Stuttgarter Veranstaltung teil und war unter anderen Tierrechtsorganisationen mit einem Infostand auf dem Schlossplatz beteiligt.

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24.09.2015 Aktion zur Weltwoche zur Abschaffung von Fleisch in Ulm

In Tierkostümen und Morphsuits vor dem Ulmer Schlachthof: Anlässlich der „World Weeks for the Abolition of Meat" (WWAMs) forderten AktivistInnen des Vereins MENSCHEN FÜR TIERRECHTE – Tierversuchsgegner Baden-Württemberg e.V. heute vor dem Ulmer Schlachthof ein politisches Verbot der Produktion von Fleisch und verteilten am Münsterplatz Flugblätter mit Hintergrundinformationen.

„Jede Stunde werden weltweit acht Millionen Landwirbeltiere und noch mehr Wassertiere getötet und zu Nahrungsmitteln verarbeitet", so Dr. Tanja Breining, Kampagnenleiterin des Vereins. Auf dem Flugblatt ist zu lesen: „Weil Fleischproduktion bedeutet, dass Tiere für unser Essen getötet werden, weil die Lebensbedingungen dieser Tiere und ihre Schlachtung oft mit großem Leiden verbunden sind, weil es nicht notwendig ist, Fleisch und andere Tierprodukte zu essen, und weil empfindungsfähige Wesen nicht ohne Grund gequält oder getötet werden dürfen, deshalb gehören die Aufzucht von Tieren, die Jagd und Fischerei sowie der Handel und Verzehr von Fleisch abgeschafft."

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MENSCHEN FÜR TIERRECHTE – Tierversuchsgegner Baden-Württemberg e.V. heute vor dem Ulmer Schlachthof.

15.08.2015 Zweite Mahnwache gegen Tierversuche in Stuttgart

Zur zweiten Mahnwache gegen Tierversuche in Stuttgart am 15.08.2015 wurde von den Tierrechtsorganisationen Ärzte gegen Tierversuche, TIRS, PETA und Menschen für Tierrechte Tierversuchsgegner Baden-Württemberg e.V. aufgerufen. Ungefähr 80 Teilnehmer waren gekommen, um den Millionen Tieren zu gedenken, die in den Laboren gequält und getötet werden. Auf dem Schlossplatz wurden Grabkerzen aufgestellt und mit Plakaten für eine Beendigung von Tierversuchen geworben.

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02.08.2015 Infostand unseres Vereins in Stuttgart
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FOTOS: INGEBORG LIVADITIS, SASKIA HABEL

22.07.2015 Tierische Putzaktion am Europaplatz in Karlsruhe

Tierische Putzaktion am Europaplatz für tierversuchsfreie Putzmittel

Wischen mit reinem Gewissen: als Kaninchen, Katze und Maus verkleidete Aktivisten des Vereins MENSCHEN FÜR TIERRECHTE – Tierversuchsgegner Baden-Württemberg e.V. reinigten heute Mittag den Europaplatz in Karlsruhe. Mit Wischmopp, Besen und Staubwedel ausgerüstet, wurde der gut besuchte Platz mit tierversuchsfreien Haushaltsmitteln gesäubert. Auf Schildern war zu lesen: „Wischen mit reinem Gewissen: nimm tierversuchsfreie Putzmittel". Passanten unterschrieben eine Petition an das EU-Parlament für ein Verbot von Tierversuchen für Haushaltsmittel und erhielten Listen mit Reinigungsmitteln, die tierfrei und ohne Tierversuche hergestellt wurden.

„Erstens sind Tierversuche grausam und unethisch, zweitens sind die Ergebnisse kaum auf den Menschen übertragbar und drittens gibt es zahlreiche tierfreie Testmethoden, z.B. an menschlichen, im Labor gezüchteten Zellkulturen", so Dr. Tanja Breining, Biologin beim Verein MENSCHEN FÜR TIERRECHTE – Tierversuchsgegner Baden-Württemberg e.V.

Im März 2015 forderten auch die europäischen Bündnis-Partner der ECEAE mit einer Putz-Aktion auf dem Parliament Square in London Politiker und Industrieunternehmen auf, Tierversuche für Reinigungsmittel in der EU zu verbieten. In Indien und Israel gibt es ein solches Verbot bereits.

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© MENSCHEN FÜR TIERRECHTE – Tierversuchsgegner Baden-Württemberg e.V. am Europaplatz

25.06.2015 Protest vor dem Schlachthof und vegane Würste in der Pforzheimer Innenstadt

Rinder-Protest vor Pforzheimer Schlachthof

„Tiere achten statt schlachten" und „VEGAN: Tierisch gut!" titelten die Plakate der als Rinder verkleideten Aktivisten des Landesverbands MENSCHEN FÜR TIERRECHTE in Baden-Württemberg, die heute Vormittag vor der Müller GmbH in Birkenfeld demonstrierten. Anschließend verteilten sie in der Pforzheimer Innenstadt beim „Dicken" vegane Würste („Spacebars") und Informationen an Passanten.

„Viele Pforzheimer wollten die Veggie-Wurst probieren", so Dagmar Oest, stellvertretende Vorsitzende des Vereins. „Immer mehr Menschen ernähren sich aus ethischen oder gesundheitlichen Gründen vegan oder vegetarisch."

Doch noch immer werden jedes Jahr weltweit mehr als 60 Milliarden Landwirbeltiere und über 1500 Milliarden Fische getötet; das sind 164 Millionen Landwirbeltiere und 4 Milliarden Fische pro Tag.

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Aktivisten vor der Müller GmbH in Birkenfeld und in der Innenstadt. Die Fotos sind auf Anfrage auch in hoher Auflösung verfügbar.

24.06.2015 Treffpunkt Tiere in Stuttgart: Das Leben der Kühe ... und die Milchlüge

Unser dritter "Treffpunkt-Tiere" am 24. Juni 2015 im Umweltzentrum Stuttgart stellte die "Milchkühe" in den Mittelpunkt. In berührenden, manchmal auch verstörenden Bildern und Geschichten porträtierte unser Mitglied Dr. Wolfram Schlenker diese freundlichen, intelligenten und mutigen Wesen als hingebungsvolle Mütter und Familientiere. Er berichtete von den schrecklichen Folgen, die ihre Verwandlung in „Milchmaschinen" hat, und schilderte die oft fatalen Auswirkungen des enormen Konsums von Milchprodukten auf die menschliche Gesundheit.

Kuh ML © Marie-Luise Strewe

Milch - Nahrungsmittel von trauernden Kühen
Muttermilch ist die erste Nahrung der Säugetiere, ein kostbares Lebenselixier, das Mutter und Kind zu einer innigen Einheit verschmilzt. Die menschliche Kultur pervertiert die Milch der Kuh dagegen zur Billigware für den eigenen Konsum ‒ und damit zur Quelle grausamsten psychischen und physischen Elends für Kühe und Kälber. Da die Kuhmilch für den Handel und nicht für die Kälbermägen bestimmt ist, werden die Kälbchen in der Regel wenige Stunden nach der Geburt ihrer Mutter weggenommen, in Kälberboxen gemästet und nach einem Bruchteil ihrer natürlichen Lebensspanne umgebracht, soweit sie nicht selbst als Milchkühe genutzt werden sollen. Wie qualvoll die gewaltsame Trennung für beide ist, führten ein herzzerreißender Videofilm und bewegende Geschichten vor Augen, z.B. die Geschichte von Rita und Rex, erzählt von einem Bauern auf der Alb: "Rita brachte ihr erstes Kalb Rex ohne jegliche Hilfe zu Welt. Rex wurde im Alter von knapp 19 Monaten geschlachtet. Obwohl Rex nicht mehr an seiner Mutter gesaugt hatte, zeigte sie allergrößte Traurigkeit und schrie tage- und nächtelang ihren Schmerz in die Welt hinaus. Sie wurde nicht mehr trächtig und dann ebenfalls geschlachtet. Aufgrund dieser Erfahrung nehmen wir kein Jungtier von der Mutter weg, wenn sie noch kein jüngeres Kalb hat."

Sozial- und Gefühlsleben
Im Folgenden erfuhren die ZuhörerInnen Spannendes und Wissenswertes über das komplexe Sozial- und Gefühlsleben der Kühe: zum Beispiel, dass Kühe enge familiäre Beziehungen und lebenslange Freundschaften in Großfamilien pflegen, die sich aus 10 bis 20 Muttertieren und ihren Kindern zusammensetzen, dass Jungbullen die Herde im Alter von circa 2 Jahren verlassen und "Junggesellen"-Gruppen bilden, während erwachsene Bullen als Einzelgänger leben.

Kühe zeigen ausgeprägte Gefühle. Gut sichtbar ist z.B. die unbändige Lebensfreude beim ersten Weidegang im Frühling oder lautstarke Wiedersehensbekundungen nach eintägiger Trennung einiger Familienmitglieder, die jüngst sogar einen Polizeieinsatz ausgelöst haben:
Wenn sie in Bedrängnis gebracht werden, geraten manche der sonst friedfertigen Tiere freilich auch in unbändige Wut und greifen alles an, was sich ihnen in den Weg stellt. Immer wieder reißen vor allem Bullen ‒ von der Presse oft launig kommentiert ‒ in verzweifelter Panik und Todesangst von Schlachthöfen aus und werden „auf der Flucht erschossen" (oder wieder eingefangen und ihrer ursprünglichen "Bestimmung" zugeführt).

Das Leben als Milchmaschine
Wie knallhart und brutal die moderne Milchproduktion ist, schockierte selbst diejenigen der Tierschützer und Tierrechtlerinnen im Publikum, die sich bereits intensiver mit dem Thema auseinandergesetzt hatten: Dank moderner "Optimierungsmethoden" wurde die Milchleistung einer Kuh seit 1800 um das 14fache! gesteigert. Um diese riesigen Milchmengen produzieren zu können, werden die intelligenten sozialen Tiere einem gnadenlosen Verwertungsprozess unterworfen, der keinerlei Raum für angeborene Verhaltensweisen und natürliche Lebensabläufe lässt. Kurz nach der Geburt ihres Kalbs beraubt, werden sie gegen alle Natur zwangsgeschwängert noch während sie Milch geben. Fast 30% der Milchkühe in Baden-Württemberg stehen ihr Leben lang angebunden in finsteren Ställen. Fast alle anderen leben in Laufställen mit Spaltenböden über ihren eigenen Exkrementen. Um die angezüchtete riesige Milchmenge von ca. 50 l täglich abgeben zu können, werden die armen Tiere mit krankmachendem Kraftfutter anstelle von Gras und Kräutern gefüttert. Da auch dieses nicht wirklich ausreicht, zehren "moderne" Turbokühe von ihrer eigenen Substanz, um dann nach 2 – 3 Schwangerschafts- und Laktationsperioden als elende Gerippe mit durchschnittlich vier Lebensjahren im Schlachthaus entsorgt zu werden. (Noch in den 1950er Jahren erreichten Milchkühe nicht selten noch ein Schlachtalter von 18 Jahren!)

Und selbst im Schlachthaus ist für viele das Grauen nicht schnell zu Ende. Eine aktuelle Untersuchung ergab, dass allein in NRW jedes dritte Rind bei der Schlachtung zwar gelähmt, aber aufgrund fehlerhafter Betäubung noch bei Bewusstsein ist, wenn es an einem Bein aufgehängt und ausgeblutet wird. Weiterlesen Die Leistung und das Leiden der Milchkühe

Milch: altbewährt, natürlich und gesund?
Es folgte ein höchst informatives und spannendes Kapitel über die Geschichte und "Erfindung" der Kuhmilch als Nahrungsmittel für Menschen. Was viele nicht wissen: Seit Beginn der Domestizierung des Hausrindes vor zehntausend Jahren bis zum Ausgang des 19. Jahrhunderts tranken die Menschen kaum Milch. Die geringen Mengen, die für den menschlichen Verzehr abgezweigt wurden, verwendete man hauptsächlich für die Herstellung von Butter, erst später auch für die Käseproduktion. Heute konsumieren die Deutschen im Durchschnitt etwa 16 Mal so viel Milch(-produkte) wie noch 1860. (Gleichzeitig nahm der Verzehr von eiweißreichen Hülsenfrüchten um das gleiche Verhältnis ab.)
Innerhalb nur weniger Jahrzehnte ist es der Milchindustrie dank massiver Propaganda und staatlicher Unterstützung gelungen, Kuhmilch in Europa und Nordamerika zum wichtigsten Grundnahrungsmittel überhaupt zu machen. Parallel dazu nahm die Zahl der Zivilisationskrankheiten in großem Umfang zu. Dabei zeigen epidemiologische Erhebungen in Ländern mit hohem bzw. niedrigem Milchverbrauch, dass hoher Milchkonsum in ursächlichem Zusammenhang mit der Häufung von Krankheiten wie Allergien, Neurodermitis, Multiple Sklerose, Prostata- und Brustkrebskrebs, Diabetes Typ 1 und Osteoporose steht. Weiterlesen Fakten zum Lebensmittel Milch

Von wegen "dumme Kuh"!
Kühe gelten nach landläufiger Meinung als träge, schwerfällige und geistig eher einfach gestrickte Wesen. Wissenschaftliche Studien, vor allem aber zahlreiche Augenzeugenberichte, zeigen dagegen auf eindrucksvolle Weise, wie ausgesprochen sensibel, kommunikativ und verständig die Tiere sind. Vermutlich begreifen sie viel mehr von ihrer aussichtlosen Lage, als wir uns träumen lassen. Sie besitzen nämlich nicht nur ein ausgeprägtes Erinnerungsvermögen und differenzierte Kommunikationsfähigkeiten, sondern sind auch in der Lage, planvoll zu denken und zu handeln. Zum Beispiel die berühmte "Yvonne", die dem Viehhändler entfloh, allen Nachstellungen trotzte und monatelang lang alle Verfolger narrte, bis sie die Einsamkeit nicht mehr aushielt und wieder die Gesellschaft ihrer Artgenossinnen suchte. Oder die unglückliche Mutter von Zwillingskälbchen: Sie wusste, dass man ihr den Nachwuchs wieder wegnehmen würde, und opferte eines ihrer Kinder, um wenigstens das andere behalten zu können.

Dass geistige Anstrengungen auch für Kühe höchst beglückend sein können, belegte Professor Donald M. Broom von der University of Cambridge in einem Test. Er stellte die Tiere vor die Aufgabe, eine Tür zu öffnen, um an Futter zu gelangen. Während sie das Problem lösten, wurden ihre Gehirnwellen mittels eines Elektroenzephalographen (EEG) aufgezeichnet. Ihre Hirnströme verrieten, dass die Kühe in Erregung gerieten, auch ihre Herzfrequenz erhöhte sich und einige sprangen sogar vor Freude in die Luft. Ähnlich dürfte sich die indische Kuh (in einem der vorgeführten Videos) gefühlt haben, als sie entdeckte, wie eine Brunnenpumpe funktioniert.

An diesem Abend dürfte jedem im Publikum die Lust auf Milchprodukte gründlich vergangen sein. Die Hölle, die wir diesen geschundenen Kreaturen bereiten, ist mit nichts, aber auch gar nichts zu rechtfertigen. Zu Recht appellierte Wolfram Schlenker eindringlich an seine ZuhörerInnen: "Tun Sie etwas für die Ärmsten der Armen: die 'Milchkühe'! Meiden Sie Milch & Co.! Erzählen Sie anderen vom wahren Leben der Kühe!"

24.05.2015 Vegan Street Day in Stuttgart am 24.5.2015

Für die Tiere – nicht für Geld!
Unter diesem Motto fand am Pfingst­sonntag in Stuttgart auf dem Markt- und Schillerplatz der 6. Vegan Street Day statt. Fast 100 Informations- und Ver­kaufsstände warteten bei diesem Stra­ßenfest auf zahlreiche Besucher, die entweder bereits vegan leben oder an dieser rein pflanzlichen, gesunden und umweltfreundlichen Lebenswei­se interessiert sind. Neben vielfälti­gen fleisch- und milchfreien Lebens­mitteln gab es tierversuchsfreie Kos­metik und Haushaltsartikel sowie ve­gane Kleidung und Schuhe zu kau­fen.

Geboten wurde auch dieses Jahr ein sehr abwechslungsreiches Unter­haltungs- und Informationsprogramm. Zur Tradition des VSDs gehört die Kochshow mit Björn Moschinski, der diesmal von Timo Frank unter­stützt wurde.
Live-Musik mit Emaline Dela­paix, Albino, Complaints und Jami­lou gehörten ebenfalls zum Programm wie die zahlreichen Vorträge von Friedrich Mülln (SOKO TIER­SCHUTZ: 5 Monate Undercover im MPI Affenlabor), Marco Mehring (Öko-fair-vegane Modelabels), Ka­tharina Petter (Gesund Vegan / Ernährungstipps für Eltern), Dr. Sandra Franz (Die Wahrheit über Bio-Tierhaltung), Astrid Muth (Mit-Gefühl statt mit Gewalt – Wege zum Wandel), Daniel Schöngart (Lebens­höfe – wozu?), Adriano Mannino (Wie effektives Spenden 10.0000 Tie­re rettet), Dr. Katharina Wirnitzer (Vegane Ernährung im Leistungs­sport).

Erstmals waren die Kabarettistin Gabriele Busse und der Graslut­scher Jan Hegenberg dabei, die nicht nur die Lachmuskeln des Publikums reizten, sondern auch den einen oder anderen zum Nachdenken brachten.mDie Ausstellung Vegan Street Art lud zum Verweilen ein, und bei der Tombola gab es neben vielen klei­nen Preisen die Chance, einen Vita­mix zu gewinnen. Auch die jüngsten Besucher des VSD kamen auf ihre Kosten: Mit Hüpfburg, Kinderschminken, Bobby­car-Parcours und einer Kinderbuch­vorlesung war auch für die Unter­haltung der Kleinsten bestens ge­sorgt.

Ähnlich wie im letzten Jahr luden die vielen Stände zum Bummeln, Anschauen, Probieren und Informie­ren ein. Der Besucherandrang war sehr groß, teilweise waren die Warte­schlangen an den Ständen sehr lang, was aber dem Genuss der Lecke­reien, dem Spaß und der Freude an diesem Straßenfest keinen Abbruch tat.

Veranstaltet wurde der VSD wie­der von ARIWA. Unser Verein hatte selbst keinen Infostand aufgebaut; einige Aktive halfen jedoch bei ande­ren mit.

21.05.2015 Wischmopp-Aktion für tierversuchsfreie Putzmittel in Mannheim

Maus, Katze und Kaninchen säubern Mannheimer Grupello-Brunnen

Wischen mit gutem Gewissen: tierische Aktivisten des Vereins MENSCHEN FÜR TIERRECHTE – Tierversuchsgegner Baden-Württemberg e.V. machen auf ihrer „Putz-Tour" Halt in Mannheim. Als Kaninchen, Katze und Maus verkleidet, mit Wischmopp, Besen und Putzlappen „bewaffnet", werden sie den Grupello-Brunnen mit tierversuchsfreien Haushaltsmitteln säubern. Auf Schildern ist zu lesen: „Weil wir es wert sind: Nimm tierversuchsfreie Putzmittel". Passanten werden informiert und ermutigt, nur noch Reinigungsmittel zu kaufen, die ohne Tierversuche hergestellt werden.

Zeit und Ort: 21. Mai 2015 um 12:30 Uhr, Brunnen am Paradeplatz in Mannheim

„Jedes Jahr werden in Deutschland rund 3 Millionen Tiere für Tierversuche getötet. Etwa 5% davon sterben für Giftigkeitsprüfungen. Zuvor werden ihnen Inhaltsstoffe von Haushaltsprodukten injiziert, auf die Haut oder ins Auge gerieben", so Dr. Tanja Breining, wissenschaftliche Mitarbeiterin des Vereins. Dabei gibt es heute zuverlässige Alternativmethoden für Toxizitätstests, z. B. Artifizielle Hautmodelle, Humanes Augengewebe, Organs-on-a Chip Modelle.

In Mannheim erfahren die Verbraucher, dass der Kauf von Haushaltsprodukten mit dem „Leaping bunny" („Springender Hase") und der Veganblume viele Tiere vor grausamen Versuchen retten kann. Diese Produkte gibt es in Bio-, Drogerie- und Supermärkten.

Im April reinigte der Verein den Ulmer Münsterplatz. Weitere „Putzstationen" sind geplant, so auch vor dem EU-Parlament in Straßburg.

Am 11. März forderten auch die europäischen Bündnis-Partner der ECEAE mit einer Putz-Aktion auf dem Parliament Square in London Politiker und Industrieunternehmen auf, Tierversuche für Reinigungsmittel in der EU zu verbieten. In Indien und Israel gibt es ein solches Verbot bereits.

Loulou 
© MENSCHEN FÜR TIERRECHTE – Tierversuchsgegner Baden-Württemberg e.V.


18.05.2015 Mit Ärzte gegen Tierversuche und dem Mausmobil in Tübingen

Die bundesweite Vereinigung Ärzte gegen Tierversuche e.V. tourt der­zeit mit einem speziell gestalteten Fahrzeug, dem Mausmobil, durch Deutschland, um die Öffentlichkeit über Tierversuche, deren Folgen für Mensch und Tier sowie über tierver­suchsfreie Methoden zu informieren. Am 18. Mai war das Mausmobil von 11 bis 19 Uhr am Holzmarkt in Tübingen – und wir waren dabei.

Gerade in Tübingen ist dies ein hochaktuelles Thema, denn hier do­kumentierte ein eingeschleuster Tier­pfleger des Vereins SOKO Tierschutz e.V., wie die Primaten im Max-Planck-Institut für die so genannte Grundlagenforschung gequält wer­den.

Schon von weitem erkennt man die riesige weiße Maus auf dem Dach des ÄgT-Transporters. Die auf­lackierte Botschaft auf dem Fahr­zeug macht deutlich, worum es geht. „Sorry, aber wir sind einfach zu ver­schieden", steht in einer Sprech­blase über der Maus Bertha, darun­ter die Erklärung, was sie damit meint: „Tierversuche sind schlechte Wissenschaft, da die Ergebnisse nicht auf den Menschen übertragen wer­den können".

Mit dem „Mausmobil" genannten Fahrzeug tourt Christian Ott, ein junger Neurobiologe aus Ulm und angestellt beim Verein Ärzte gegen Tierversuche, seit April 2015 durch Deutschland. In Tübingen wurde er von zwei lokalen Aktivistinnen und von mir begleitet. Die Flugblätter und Infobroschüren konzentrieren sich auf das Thema „Tierversuche sind unwissenschaftlich". In einem Video, das über den im Mausmobil eingebauten Fernseher ausgestrahlt wird, erklären verschiedene Human- und Tiermediziner, warum sie Tier­versuche zur Erforschung mensch­licher Krankheiten ablehnen. Teils sind dies ethische Gründe, über­wiegend jedoch wissenschaftliche.

Es kamen auch Menschen an den Stand, die selbst krank sind oder wa­ren oder kranke Angehörige haben, und die sagen „Ich bin dankbar für die Tierversuche, denn ich brauche selbst Medikamente". Andererseits aber auch: „Ich habe selbst Krebs, dennoch lehne ich Tierversuche ab." Oder „Mein kranker Sohn ist auf starke Medikamente angewiesen; ich bin deshalb im Zwiespalt." Und im­mer wieder erklären wir, dass unsere Forderung nicht lautet, die Wissen­schaft abzuschaffen, sondern im Ge­genteil, die Behandlung der Men­schen und die Heilungschancen durch eine menschenbezogene und tierver­suchsfreie Forschung voranzutreiben und zu verbessern. Denn die im Tier­versuch gewonnenen Erkenntnisse sind nur selten auf den Menschen übertragbar.

Unsere Argumentation wird unter­mauert durch die ÄgT-Infobroschü­re „Fakten über Tierversuche": Hier ist aufgeführt, dass 92% der auf­grund von Tierversuchen für den Menschen als wirksam geltenden Medikamente durch klinische Stu­dien (Erprobung an Menschen) durchgefallen sind und keine Markt­zulassung erhalten haben. Von den wenigen zugelassenen Medikamen­ten mussten dann wieder 20 - 50% vom Markt genommen werden oder sie erhielten Warnhinweise. Dennoch sterben jedes Jahr ca. 58.000 Men­schen in Deutschland an den Neben­wirkungen, das ist die vierthäufigste Todesursache.

Zahlreiche Passanten unter­schrieben die ausliegenden Petitio­nen, z.B. gegen den Neubau von drei neuen Versuchslaboren u.a. in Mün­chen, in denen an Mäusen geforscht werden soll.mDie Studentenstadt Tübingen ist Veganer-freundlich, so dass wir uns mit Kaffee mit Sojamilch und vega­nen Falafeln stärken konnten. Für mich persönlich war es ein sehr interessanter Tag. Es war span­nend, mit dem ÄgT-Team und den Menschen am Stand über Tierver­suche zu sprechen, mit ihnen zu dis­kutieren und sie darüber aufzuklä­ren, dass man durch Tests an mensch­lichen Zellen, Gewebekulturen oder an Biochips, die menschliche Orga­ne und ihre Reaktionen auf Medi­kamente nachstellen, zuverlässig die Reaktionen des menschlichen Orga­nismus testen und somit wirksame Medikamente für uns Menschen ent­wickeln kann.

Infoseite des Projektes der ÄgT: www.mausmobil.info

© Tierrechte Baden-Württemberg