Zitate zum Tierschutz Drucken E-Mail
Adams, Bryan
Rockstar
Ich bin seit zwölf Jahren Vegetarier. Und ich war noch nie ernsthaft krank.
Vegetarische Ernährung stärkt das Immunsystem. Ich glaube, dass Fleisch krank macht.
Adorno, Theodor W. Philosoph und Soziologe Auschwitz fängt da an, wo einer im Schlachthof steht und denkt: "Es sind ja nur Tiere".
Adorno, Theodor W. Philosoph und Soziologe Die stets wieder begegnende Aussage, Wilde, Schwarze, Japaner glichen Tieren, etwa Affen, enthält bereits den Schlüssel zum Pogrom. Über diese Möglichkeit wird entschieden in dem Augenblick, in dem das Auge eines tödlich verwundeten Tieres den Menschen trifft. Der Trotz, mit dem er diesen Blick von sich schiebt – „es ist ja bloß ein Tier“ – wiederholt sich unaufhaltsam in den Grausamkeiten an Menschen, in denen die Täter das „Nur ein Tier“ immer wieder sich bestätigen müssen, weil sie es schon am Tier nie ganz glauben konnten.

Al-Hafiz, Basheer
Ahmad Masri
Imam

Jeder Übergriff auf den Körper eines lebenden Wesens, der Schmerz oder Krankheit verursacht, steht im Widerspruch zu den Prinzipien des Islams.

 

Anderegg Dr. Dr.
Christopher
Arzt und Biologe

Eigentlich gibt es nur zwei Gründe, Tierversuche zu befürworten:
Entweder man weiß darüber zu wenig oder man verdient daran.

Basilius der Große
329-379
Kirchenvater und Erzbischof von Cäsar
Fürbitte
O Gott, hilf uns, alle lebenden Dinge zu lieben, unsere kleinen Brüder, denen Du diese Erde,
zusammen mit uns als Wohnstätte gegeben hast.
Möge der Mensch sich darüber klar werden, dass sie nicht nur für ihn leben, sondern auch für sich selbst und für Dich,
dass sie genauso die Süße des Lebens lieben wie wir und Dir besser dienen als er.

 

Bebel, August
Politiker

Offenbar tritt in dem Maße, wie die Kultur sich hebt, an die Stelle der Fleischkost die Pflanzenkost.

 

Bentham, Jeremy
Jurist und Philosoph

Nein, ich gebe die Hoffnung nicht auf. Der Tag wird kommen, an dem auch den übrigen lebenden Geschöpfen die Rechte gewährt werden, die man ihnen nur durch Tyrannei vorenthalten konnte. Aber um dahin zu kommen braucht es viel Geduld und einen langen Atem.

 

Brave Bufallo
Indianer

Ich habe im Verlauf meines Lebens gelernt, dass alle Menschen eine Neigung zu einem bestimmten Tier, einem Baume, einer Pflanze oder einem Flecken Erde haben. Wenn die dieser Vorliebe mehr Beachtung schenken und danach trachten würden, auch wirklich zu verdienen, was sie so anzieht, dann würden ihre Träume ihnen sagen, wie sie ein reines Leben führen könnten.

Ein Mensch soll ein Lieblingstier auswählen und es studieren, bis er die Unschuld seines Verhaltens versteht und seine Laute und Bewegungen deuten kann.

Die Tiere wollen sich dem Menschen mitteilen, aber Wanka Tanke will nicht, dass sie es zu direkt tun – der Mensch muss sich Mühe geben, sie zu verstehen.

 

Busch, Wilhelm
Dichter

Jahre menschlicher Kultur gibt es erst, wenn nicht nur Menschenfresserei, sondern jede Art des Fleischgenusses als Kannibalismus gilt.

 

Busch, Wilhelm
Dichter

Das Messer blitzt, die Schweine schrein, man muss sie halt benutzen. Denn jeder denkt: "Wozu das Schwein, wenn wir es nicht verputzen?" Und jeder schmunzelt, jeder nagt nach Art der Kannibalen, bis man dereinst "Pfui Teufel!" sagt zum Schinken aus Westfalen.

 

Canetti, Elias
Schriftsteller

Es schmerzt mich, dass es nie zu einer Erhebung der Tiere gegen uns kommen wird, der geduldigen Tiere, der Kühe, der Schafe, alles Viehs, das in unsere Hand gegeben ist und ihr nicht entgehen kann. Ich stelle mir vor, wie die Rebellion in einem Schlachthaus ausbricht und von da sich über eine ganze Stadt ergießt...

Ich wäre schon erleichtert über einen einzigen Stier, der diese „Helden“, die Stierkämpfer, jämmerlich in die Flucht schlägt und eine ganze blutgierige Arena dazu.

Aber ein Ausbruch der milderen, sanften Opfer, der Schafe, der Kühe, wäre mir lieber.

Ich mag es nicht wahrhaben, dass das nie geschehen kann; dass wir vor ihnen, gerade ihnen allen, nie zittern werden.

 

Clémenceau, Georges
Staatsmann

Zu meinen größten Zukunftsidealen gehört die Erhebung der Tiere zum fünften Stand. Oder gehört es sich nicht, dass wir unsere Tiere, die treuesten Helfer der Menschen, mit demselben Lebensrecht ausstatten, das wir für uns verlangen?

 

Coetzee, J.M.
Literaturnobelpreisträger

Es waren die Viehhöfe von Chicago, die die Nazis lehrten, wie man Körper verarbeitet.

 

da Vinci, Leonardo
Maler, Bildhauer, Naturphilosoph

Die Mitteilungsmöglichkeit des Menschen ist gewaltig, doch das meiste, was er sagt, ist hohl und falsch. Die Sprache der Tiere ist begrenzt, aber was die damit zum Ausdruck bringen ist wichtig und nützlich. Jede kleine Ehrlichkeit ist besser als eine große Lüge.

da Vinci, Leonardo
Maler, Bildhauer, Naturphilosoph

Wahrscheinlich ist der Mensch der König aller Tiere, denn seine Grausamkeit übertriff die ihrige. Wir leben vom Tod anderer.

Wir sind wandelnde Grabstätten!

 

da Vinci, Leonardo
Maler, Bildhauer, Naturphilosoph

Du hast den Menschen als König der Tiere bezeichnet - ich aber würde sagen: König der Raubtiere, unter denen du das größte bist; denn hast du sie nicht getötet, damit sie dir zur Gaumenbefriedigung dienen, wodurch du dich zum Grabe aller Tiere machst? Erzeugt denn die Natur nicht genug Vegetabilien, mit denen du dich sättigen kannst?

 

da Vinci, Leonardo
Maler, Bildhauer, Naturphilosoph

Die Tiere leiden und erfüllen mit ihrem Seufzen die Lüfte.
Die Wälder fallen der Vernichtung anheim.
Die Berge werden ihrer Metalle beraubt.
Aber das menschliche Verhalten ist schnell, jene zu ehren, welche durch ihr Tun der Natur wie der Menschheit den größten Schaden zufügen.
Aber der Tag wird kommen, wenn das Töten eines Tieres genauso als Verbrechen betrachtet wird wie das Töten eines Menschen.
Es wird die Zeit kommen, in welcher wir das Essen von Tieren,
ebenso wie das Essen von Unseresgleichen,
die Menschenfresserei, verurteilen.

da Vinci, Leonardo
Maler, Bildhauer, Naturphilosoph

Ich habe schon in jüngsten Jahren dem Essen von Fleisch abgeschworen und die Zeit wird kommen, da die Menschen wie ich, die Tiermörder mit gleichen Augen betrachten werden wie jetzt die Menschenmörder.

 

Dalai Lama
Buddhist, Friedensnobelpreisträger

Im Hinblick auf das Recht zu leben, befinden wir uns auf derselben Stufe wie die Tiere. Ob Dichter, Denker oder Wissenschaftler – alle kommen zum Ergebnis, dass der übliche Umgang mit Tieren moralisch nicht zu rechtfertigen ist.

Dalai Lama
Buddhist, Friedensnobelpreisträger

Es ist nicht gut Fleisch zu essen. Wir sollten es uns abgewöhnen. Wenn wir es zunächst nicht können, wäre es gut, wenigstens weniger Fleisch zu essen. Vielleicht erst mal nur jeden zweiten Tag......

Darwin, Charles
Naturforscher

Die Tiere empfinden wie der Mensch Freude und Schmerz, Glück und Unglück.

de Rougemont, Denis
Philosoph

Je mehr ich von den Vertretern des Volkes sehe, desto mehr bewundere ich meine Hunde.

 

de Rougemont, Denis
Philosoph

Wir haben nicht zwei Herzen – eins für die Tiere und eins für die Menschen. In der Gewaltausübung gegenüber ersteren und der Gewaltausübung gegen letztere gibt es keinen anderen Unterschied als derjenige des Opfers.

 

de Rougemont, Denis
Philosoph

Tiere empfinden wie wir auch Freude, Liebe, Angst und Leiden, aber sie können das Wort nicht ergreifen. Es ist unsere Pflicht, als Stellvertreter zu wirken und denen, die sie ausnützen, niedermetzeln und foltern, zu widerstehen.

 

Deschner, Karlheinz
Schriftsteller und Kirchenkritiker
Die Speisekarte - das blutigste Blann, das wir schreiben.

 

Deschner, Karlheinz
Schriftsteller und Kirchenkritiker

Gegenüber dem Tier ist der Mensch Gewohnheitsverbrecher.

 

Deschner, Karlheinz
Schriftsteller und Kirchenkritiker

Moralische Bedenken gegen Kalbsbraten?
Von Seiten der Erzieher nicht.
Von Seiten der Jurisprudenz nicht.
Von Seiten der Moraltheologie nicht.
Von tausend anderen moralischen Seiten nicht.
Von der des Kalbes vielleicht?

 

Deschner, Karlheinz
Schriftsteller und Kirchenkritiker

Eine Gesellschaft, die Schlachthäuser und Schlachtfelder verkraftet, ist selber schlachtreif.

 

Deschner, Karlheinz
Schriftsteller und Kirchenkritiker

Wer Tiere isst, steht unter dem Tier.

 

 

Deschner, Karlheinz
Schriftsteller und Kirchenkritiker

Fleisch macht das Essen nicht schlechter, aber den Esser.

 

Deschner, Karlheinz
Schriftsteller und Kirchenkritiker

Tierfreunde: Erst Lämmchen streicheln, dann Lammbraten;
erst den Angler anpöbeln, dann Forelle blau. Jäger mögen sie nicht: - Wildbret!

 

Deschner, Karlheinz
Schriftsteller und Kirchenkritiker

Verdient eine Menschheit, die Trilliarden Tiere tötet, nicht eben das, was sie dem Tier antut?

 

Deschner, Karlheinz
Schriftsteller und Kirchenkritiker

Der Mensch: Ein heruntergekommenes Tier.

 

Diderot, Denis
Enzyklopädist

Gibt es nicht Nahrungsmittel, ohne dass man Blut gebraucht? Heißt es nicht die Menschen zur Grausamkeit ermutigen, wenn man ihnen gestattet, den Tieren das Messer in das Herz zu stoßen?

 

Dombrowski, Samuel
Ehem. KZ-Häftling

Es wäre endlich an der Zeit, das betäubungslose Schächten der Tiere als Unrecht, sowie als würdeloses und beschämendes Fehlverhalten der Menschen zu erkennen, wie es mit dem Religionsgesetz des Zu-Tode-Steinigens, den Hexenver­brennungen, der Inquisition und der Sklaverei geschah.

 

Dostojewski, Fjodor
Dichter

Liebe die Tiere, liebe jegliches Gewächs und jegliche Dinge! Wenn du alles liebst, so wird sich dir das Geheimnis Gottes in allen Dingen offenbaren, und du wirst schließlich alle Welt mit Liebe umfassen!

Dostojewski, Fjodor
Dichter

Mensch erhebe dich nicht über die Tiere: sie sind sündlos,
du aber mit deiner Erhabenheit befleckst die Erde!

 

Drewermann, Eugen
Theologe und Schriftsteller

Ich bin ganz sicher, die Generation, die kommen wird, wird uns, die Heutigen, fragen, wo wir waren, als ¾ der Natur in weniger als 30 Jahren ausgerottet werden konnte.

Drewermann, Eugen
Theologe und Schriftsteller

Gedenke auch unserer älteren Schwestern und Brüder, der Tiere. Verbiete dem Menschen, Tiere zu töten, um sie zu essen. Denn auch sie sind fühlende Wesen, auch in ihnen wohnt die Sehnsucht nach Leben; unsere Weggefährten sind sie auf dem gemeinsamen Weg zur Unsterblichkeit. Solange noch Menschen Tiere töten, werden sie auch Kriege führen. Solange Menschen Tiere essen, werden sie ihre unschuldigen Opfer zu Tode quälen: zu Hunderttausenden in den Labors und Massenzuchtanstalten, zu Millionen in den Schlachthöfen der Städte, zu Myriaden in den Weltmeeren. Ihr Blutstrom darf nicht länger mehr als Nahrung dienen, ihr Leib nicht länger mehr als Rohstoff, ihr Leben nicht länger mehr als Lebensmittel für uns Menschen. Verbiete uns, Herr, das tägliche Fleisch. Das tägliche Brot gib uns heute.

 

Edison, Thomas Alva
Erfinder

Ich bin sowohl Vegetarier als auch leidenschaftlicher Anti-Alkoholiker, weil ich so besseren Gebrauch von meinem Gehirn machen kann.

 

Einstein, Albert
Physiker

Unsere Aufgabe ist es, uns selbst zu begreifen, indem wir die Sphäre des Mitleids auf alle Lebewesen ausdehnen.

 

Einstein, Albert
Physiker

Nichts wird die Chance auf ein Überleben auf der Erde so steigern wie der Schritt zur vegetarischen Ernährung.

 

Einstein, Albert
Physiker

Weißt du, dass deine Wünsche nur dann in Erfüllung gehen, wenn du zu Liebe und Verständnis für Menschen, Tiere, Pflanzen und Sternen fähig bist, so dass jede Freude zu deiner Freude, jeder Schmerz zu deinem Schmerz wird?

 

Einstein, Albert
Physiker

Rein durch ihre physische Wirkung auf das menschliche Temperament, würde die vegetarische Lebensweise das Schicksal der Menschheit äußerst positiv beeinflussen können.

 

Emerson, Ralph W.
Schriftsteller
Sie haben soeben zu Mittag gegessen; und wie sorgfältig auch immer das Schlachthaus in einer taktvollen Entfernung von einigen oder vielen Kilometern verborgen sein mag: Sie sind mitschuldig.

 

Fischer, Prof. O.W. Schauspieler

Warum ich nicht Brüder esse - einfach aus Familiensinn, das ist alles. Irgendwo muss Scham beginnen.

 

Freud, Sigmund
Begründer der Psychoanalyse

Der Priester wird die Wesensgleichheit von Mensch und Tier nie zugeben, da er auf die unsterbliche Seele nicht verzichten kann, die er braucht, um die Moralforderung zu begründen...

Ich ziehe die Gesellschaft der Tiere der menschlichen vor. Gewiss, ein wildes Tier ist grausam. Aber die Gemeinheit ist das Vorrecht des zivilisierten Menschen.

 

Friedrich der Große
Preußischer König

Die Jagd ist nicht die eines denkenden Wesens würdige Beschäftigung. Es steht zu befürchten, dass die Menschen, die sie ausüben, ebenso unmenschlich gegen Menschen werden, wie sie es gegen Tiere sind, oder dass die grausame Sitte, mit Gleichgültigkeit Schmerzen zu verursachen, ihr Mitgefühl für das Unglück ihrer Nebenmenschen abstumpft.

Friedrich der Große
Preuß. König

Ich glaube, ein Mensch, der gegen ein treues Tier gleichgültig sein kann, wird gegen seinesgleichen nicht dankbarer sein, und wenn man vor die Wahl gestellt wird, ist es besser, zu empfindsam als zu hart zu sein.

 

Gandhi, Mahatma
Rechtsanwalt und Pazifist

Ich fühle zutiefst, dass geistiges Wachstum in einem gewissen Stadium uns gebietet, damit aufzuhören, unsere Mitgeschöpfe zur Befriedigung unserer leiblichen Bedürfnisse zu schlachten.

 

Gandhi, Mahatma
Rechtsanwalt und Pazifist
Ich glaube, dass geistiger Fortschritt an einem gewissen Punkt von uns verlangt, dass wir aufhören, unsere Mitlebewesen zur Befriedigung unserer körperlichen Verlangen zu töten.

 

Gandhi, Mahatma
Rechtsanwalt und Pazifist

Für mich ist das Leben eines Lamms nicht weniger wertvoll als das Leben eines Menschen. Und ich würde niemals um des menschlichen Körpers willen einem Lamm das Leben nehmen wollen. Je hilfloser ein Lebewesen ist, desto größer ist sein Anspruch auf menschlichen Schutz vor menschlicher Grausamkeit.

 

Gandhi, Mahatma
Rechtsanwalt und Pazifist

Die Größe und den moralischen Fortschritt einer Nation kann man daran messen, wie sie die Tiere behandelt.

 

Gandhi, Mahatma
Rechtsanwalt und Pazifist

Die Erde hat genug für die Bedürfnisse eines jeden Menschen, aber nicht für seine Gier.

 

Gartmann, Dr. Erika
Autorin

Indem wir Tiere töten, bringen wir Kindern bei, dass nicht jedes Leben gleich viel wert ist. Darin liegen die Wurzeln des Faschismus. Die Traumatisierung der Kinder durch Gewalt am Tier, die sie unter dem Vorzeichen von Normalität erfahren, hat verheerende Folgen für die Kinder.

 

Gibb, Robin
Sänger der „ Bee Gees“

... Unser Speisesaal: Hier wird niemals Fleisch serviert. Meine Frau und ich sind aus Respekt vor allen Lebewesen überzeugte Vegetarier.

 

Gmeiner, Hermann
Gründer der SOS- Kinderdörfer

Alles Große in der Welt geschieht nur, weil jemand mehr tut, als er muss!
Gorki, Maxim Nach manchen Gesprächen mit Menschen hat man den Wunsch, einen Hund zu streicheln, einem Affen zuzulächeln und vor einem Elefanten den Hut zu ziehen.
Gräßer, Prof. Dr. theol. Erich
Theologe und Politiker
Neben der Begegnung mit dem Mitmenschen – steht für uns die Begegnung mit dem Mitgeschöpf. Und deren Grundpfeiler heißen: Ehrfurcht, Demut und Gerechtigkeit ...

 

Gräßer, Prof. Dr. theol. Erich
Theologe und Politiker

Tierschutz ist kein Anlass zur Freude, sondern eine Aufforderung sich zu schämen, dass wir ihn überhaupt brauchen.

 

Gräßer, Prof. Dr. theol. Erich
Theologe und Politiker

Tiere sind ebenso wie wir fühlende, schmerzempfindliche Wesen. Von daher haben sie das gleiche Recht wie wir, nicht gequält zu werden ...

 

Gräßer, Prof. Dr. theol. Erich
Theologe und Politiker

Tierschutz ist ein Dienst, den wir Gott schulden, er ist Gottesdienst.

 

Gräßer, Prof. Dr. theol. Erich
Theologe und Politiker

Der Mensch kann in Entsprechung zu seinem Schöpfer Verantwortung übernehmen für Gottes Schöpfungswerke, insbesondere für alles Schwache. Tiere sind schwach, heute sogar die Schwächsten der Schwachen ...

 

Grzimek, Dr. Bernhard Zoologe, Tierfilmer

Es hat mir nie eingeleuchtet, was manche Leute für Freude daran haben, Tiere totzuschießen.

 

Hebbel, Friedrich Schriftsteller

Mit welcher Blut- und Qualschuld hat die Menschheit sich durch ihre Sünden an der Tierwelt befleckt!

 

Hedin, Sven
Asienforscher

Ich habe es nie über mich bringen können, ein Lebenslicht auszulöschen, das aufs Neue anzuzünden mir die Macht fehlt.

 

Hesse, Hermann
Schriftsteller

Die unschuldigen Pflanzen und Tiere sind von Gott in des Menschen Hand gegeben, dass er sie liebe und mit ihnen wie mit schwächeren Geschwistern lebe.

 

Heuss, Theodor
Ehem. Bundespräsident

Jagd ist nur eine feige Umschreibung für besonders feigen Mord am chancenlosen Mitgeschöpf. Die Jagd ist eine Nebenform menschlicher Geisteskrankheit.

 

Heuss, Theodor
Ehem. Bundespräsident

Je früher unsere Jugend von sich aus jede Rohheit gegen Tiere als verwerflich anzusehen lernt, je mehr sie darauf achtet, dass aus Spiel und Umgang mit Tieren nicht Quälerei wird, desto klarer wird auch später ihr Unterscheidungsvermögen werden, was in der Welt der Großen Recht und Unrecht ist.

 

Horaz
Dichter

Wage es, weise zu sein! Höre auf, Tiere zu töten! Wer die Stunde des rechten Lebens hinausschiebt, gleicht nur dem Bauern, der darauf wartet, dass der Fluss versiegt, ehe er ihn überquert.

Horkheimer, Prof.Dr.
Hannover 1958
Als Mitglied der jüdischen Glaubensgemeinschaft habe ich stets versucht, der Ansicht Anerkennung zu verschaffen, dass jede Art von Schlachtung an sich grausam genug ist. Schlachtung ohne Betäubung jedoch meiner tiefen Überzeugung nach unverantwortlich ist.

 

Indianische Weissagung aus dem Jahre 1856)
Meine Worte sind wie die Sterne, sie gehen nicht unter.
Jeder Teil dieser Erde ist meinem Volk heilig. Jede glitzernde Tannennadel, jeder sandige Strand, jeder Nebel in den dunklen Wäldern, jede Lichtung, jedes summende Insekt ist heilig, in den Gedanken und Erfahrungen meines Volkes.
Der Saft, der in den Bäumen steigt, trägt die Erinnerung des roten Mannes.
Wir erfreuen uns an diesen Wäldern.
Ich weiß nicht - unsere Art ist anders als die Eure.
Wir wissen, dass der weiße Mann unsere Art nicht versteht.
Ein Teil des Landes ist ihm gleich jedem anderen, denn er ist ein Fremder,
der kommt in der Nacht und nimmt von der Erde, was immer er braucht.
Die Erde ist sein Bruder nicht, sondern Feind, und wenn er sie erobert hat, schreitet er weiter.
Er behandelt seine Mutter, die Erde, und seinen Bruder, den Himmel, wie Dinge zum Kaufen und Plündern, zum Verkaufen wie Schafe oder glänzende Perlen.
Sein Hunger wird die Erde verschlingen und nichts zurücklassen, als eine Wüste.
Fahret fort, euer Bett zu verseuchen, und eines Nachts werdet ihr im
eigenen Abfall ersticken.

Jammes, Francis
Dichter

Tief im Blick der Tiere leuchtet ein Licht sanfter Traurigkeit, das mich mit solcher Liebe erfüllt, dass mein Herz sich auftut allen Leiden der Kreatur. Verböte das nicht die Achtung vor dem Menschen, ich kniete nieder vor solcher Geduld in allen den Qualen, denn eine Erscheinung zeigt mir, dass ein Glorienschein über dem Haupt eines jeden dieser Leidenskreaturen schwebt, ein wirklicher Glorienschein, groß wie das All, den Gott über sie ausgegossen hat.

 

Jaspers, Karl
Philosoph und
Psychiater


Die Ohnmächtigen haben die Lust an der Gewalt im Treten derer, die noch ohnmächtiger sind als sie selbst.

Und wenn sie keinen Menschen quälen oder nach ihrer Willkür behandeln dürfen, so wenigstens einen Hund.

 

Jean Paul
Schriftsteller

Gerechter Gott! Aus wie vielen Marterstunden der Tiere lötet der Mensch eine einzige Festminute für seine Zunge zusammen!

 

Jelinek, Elfriede Schtiftstellerin

So wenig Farbige für Weiße oder Frauen für Männer geschaffen wurden, so wenig wurden Tiere für den Menschen geschaffen.

 

Jesaja 66,3
Altes Testament

Wer einen Ochsen schlachtet gleicht dem, der einen Mann erschlüge.

 

Kafka, Franz
Schriftsteller

Nun kann ich euch in Frieden betrachten; ich esse euch nicht mehr. (Beim Betrachten von Fischen in einem Aquarium).

 

Kant, Emmanuel
Philosoph

Die Grausamkeit gegen die Tiere ist der Pflicht des Menschen gegen sich selbst entgegengesetzt.

 

Kaplan, Dr. Helmut F.
Philosoph

Wir brauchen für Tiere keine neue Moral. Wir müssen lediglich aufhören, Tiere willkürlich aus der vorhandenen Moral auszuschließen.

Kazantzakis, Nikos
Rechenschaft vor el Greco
Gebt acht auf die Tiere, auf die Rinder, auf die Schafe, auf die Esel;
glaubt mir, auch sie haben eine Seele, sind auch Menschen,
nur dass sie ein Fell tragen und nicht sprechen können.
Frühere Menschen sind es, gebt ihnen zu essen, behandelt sie gut.
Gebt acht auf die Olivenbäume und die Weinfelder, ... sie waren früher Menschen, aber viel, viel früher und haben kein Erinnerungsvermögen mehr. Doch der Mensch hat es, und daher ist er Mensch.

 

Kupfer-Koberwitz, Edgar
Häftling im KZ Dachau

Ich weigere mich, Tiere zu essen, weil ich mich nicht von den Leiden und vom Tod anderer Lebewesen ernähren kann.

Ich weigere mich, dies zu tun, weil ich selbst so schmerzlich gelitten habe, dass ich den Schmerz anderer fühle, indem ich mich meiner eigenen Leiden erinnere.

 

Kyber, Manfred
Schriftsteller

An die Befreier:

Die Welt ist voll von stummen Bitten, die nicht gehört werden. Es sind Menschen, die nicht hören. Es scheint unmöglich, diese stummen Bitten zu zählen. Aber sie werden alle gezählt. Sie werden gebucht im Buche des Lebens.

Alle sind deine Brüder und Schwestern, mit dir in die Kette der Dinge gereiht. Erst wenn das letzte Geschöpf befreit ist, bist du, Befreier, selber befreit.

Über allem, was atmet, halte schirmend, Geweihter des Grals, deinen Schild. In allem was atmet, bis du und dein Leben und Gottes Ebenbild.

Wer für Wehrlose eintritt, darf kein Feigling sein.

 

Laotse
Philosoph

Seid gut zu den Menschen, zu den Pflanzen und zu den Tieren! Hetzt weder Menschen noch Tiere, noch fügt ihnen Leid zu.

Laotse
Philosoph

Verantwortlich ist man nicht nur für das, was man tut, sondern auch für das, was man nicht tut.

 

Lincoln, Abraham
1809-1865: 16. Präsident der USA
Ich bin für die Rechte der Tiere genauso wie für die Menschenrechte. Denn das erst macht den ganzen Menschen aus.

Lorenz, Prof. Konrad
Verhaltensforscher

Niemals fand ich Menschenliebe, wo keine Tierliebe war.
Wer das Leben wahrhaft respektiert, respektiert auch das Tier, denn das Leben wurde uns beiden von Gott geschenkt.

 

Luther, Martin
Kirchenreformator

Alle Tiere lassen sich begnügen und dienen Gott mit Liebe und Lob, nur das schalkhafte, eigennützige Auge des Menschen, das ist unersättlich und ist doch ungeeignet dazu, dass es möchte voll werden: um seines Undanks und Hochmuts willen, dass es obenan sitzen und der Beste sein will. Er will nicht Gott ehren, sondern von ihm geehrt sein.

Luther, Martin
Kirchenreformator

Ich glaube, dass auch die Hündelein in den Himmel kommen und jede Kreatur eine unsterbliche Seele hat.

 

Luxemburg, Rosa
Politikerin

Eine Welt muss umgestürzt werden, aber jede Träne, die geflossen ist, obwohl sie abgewischt werden könnte, ist eine Anklage, und ein zu wichtigem Tun eilender Mensch, der aus roher Unachtsamkeit einen Wurm zertritt, begeht ein Verbrechen.

 

McCartney, Sir, Paul
Beatles-Gitarrist

Man darf nicht essen, was ein Gesicht hat.

 

McCartney, Sir, Paul
Beatles-Gitarrist

Wenn die Schlachthöfe Mauern aus Glas hätten, wäre längst jeder Vegetarier.

 

McCartney, Sir, Paul
Beatles-Gitarrist

Ich glaube an den friedlichen Protest, und keine Tiere zu essen ist ein gewaltfreier Protest.

 

Mohammed
Begründer des Islam

Das unnötige Schlachten, Töten, Schlagen und grausame Behandeln von Tieren ist eine große Sünde.

Wer gegenüber einem Tier Mitleid fühlt, dem wird auch Gott Mitleid schenken. Wahrlich kein Tier gibt es und keinen Vogel, der mit seinen Schwingen fliegt, die nicht Völker wie ihr wären. Als dann werden auch sie zu ihrem Herrn versammelt.

 

Mohammed
Begründer des Islam

Eine gute Tat an einem Tier ist genauso verdienstvoll wie eine gute Tat an einem Menschen, während eine grausame Handlung an einem Tier genauso schlimm ist wie eine grausame Handlung an einem Menschen. Wer immer auch freundlich zu den Geschöpfen Gottes ist, ist freundlich zu sich selbst.

 

Moia, Nelly
Professorin

Heute, da Tierschutz zusehends „in“ ist, heute springen sie nach altbewährter Manier auf den fahrenden Zug, die kirchlichen Propagandisten. Mit dem nunmehr hochgespielten St. Franziskus will die Kirche die Tierliebe sozusagen erfunden haben – und hat doch die armen Tiere zweitausend Jahre lang verraten, ihre Ausbeutung gerechtfertigt, ihre Leiden für null und nichtig erachtet.

 

Moia, Nelly
Professorin

Noch heute haben Tiere keinerlei Rechte, die Menschen keinerlei Pflichten ihnen gegenüber laut der offiziellen Lehre der katholischen Kirche. Moral und Sünde, das alles spielt sich exklusiv zwischen Gott und Mensch, Mensch und Mensch ab; was mit den Tieren passiert, ist belanglos.

 

Morgenstern, Christian
Schriftsteller

Wenn der moderne Mensch die Tiere, deren er sich als Nahrung bedient, selbst töten müsste, würde die Anzahl der Pflanzenesser ins Ungemessene steigen.

 

Morgenstern, Christian
Schriftsteller

Weh dem Menschen, wenn nur ein einziges Tier im Weltgericht sitzt.

 

Mynarek, Prof. Dr. Hubertus
Humanist und Kirchenkritiker

Die Metzelei an den Tieren, dieses KZ, das durch die Jahrhunderte geht, ist wesentlich verursacht durch die „Mutter Kirche“.

 

Nelson, Leonard
Philosoph

Es ist der untrüglichste Maßstab für die Redlichkeit des Geistes einer Gesellschaft, wie weit sie die Rechte der Tiere anerkennt. Denn während die Menschen sich nötigenfalls, wo sie als einzelne zu schwach sind, um ihre Rechte wahrzunehmen, durch Koalition, vermittels der Sprache, zu allmählicher Erzwingung ihrer Rechte zusammenschließen können, ist die Möglichkeit solcher Selbsthilfe den Tieren versagt, und es bleibt daher allein der Gerechtigkeit der Menschen überlassen, wie weit diese von sich aus die Rechte der Tiere achten wollen.

 

Ney, Prof., Elly
Pianistin

Der Vegetarismus ist mir seit Jahrzehnten ein inneres Anliegen, und ich halte ihn für die naturgemäße Lebensweise des Menschen. Es ist mir unbegreiflich, dass nicht jeder Tierfreund zugleich Vegetarier ist.

 

Nietzsche, Friedrich
Philosoph

Alle antike Philosophie war auf Simplizität des Lebens gerichtet und lehrte eine gewisse Bedürfnislosigkeit. In diesem Betracht haben die wenigen philosophischen Vegetarier mehr für die Menschen geleistet als alle neuen Philosophen, und solange die Philosophen nicht den Mut gewinnen, eine ganz veränderte Lebensweise zu suchen und durch ihr Beispiel aufzuzeigen, ist es nichts mit ihnen.

 

Nietzsche, Friedrich
Philosoph

Die Vernunft beginnt bereits in der Küche.

 

Nietzsche, Friedrich
Philosoph

Die Seele der sanften Tiere soll durch keinen Übergriff angetastet werden. (aus „Zarathustra“)

 

Ovid
Philosoph und Dichter

Das Zeitalter, welches wir das Goldene benannt haben, war gesegnet mit den Früchten der Bäume und mit den Kräutern, welche die Erde hervorbringt, und der Mund der Menschen wurde nicht mit Blut befleckt. Damals bewegten die Vögel ihre Schwingen sicher in den Lüften und der Hase durchstreifte das freie Feld ohne Furcht. Damals wurde der Fisch nicht das arglose Opfer des Menschen. Jeder Ort war ohne Verrat; keine Ungerechtigkeit herrschte – alles war von Frieden erfüllt.

In späteren Zeitaltern schmähte und verachtete ein Unheilstifter diese reine einfache Nahrung und versenkte in seinen gefräßigen Wanst Speisen, die von Leichnamen herrühren. Damit öffnete er zugleich der Schlechtigkeit den Weg.

 

Pilgrim, Volker Elis
Schriftsteller

Das Fleisch, das wir essen, ist ein mindestens zwei bis fünf Tage alter Leichnam.

 

Pitman, Sir, Isaac
Erfinder der englischen Stenographie

Ein Grund für den Vegetarismus sollte mehr, als gewöhnlich geschieht, herangezogen werden. Ich meine den Appell an das sittliche Bewusstsein, dass wir nicht durch Stellvertreter tun lassen dürfen, was wir nicht selbst tun würden. Ich habe kein sittliches Bedenken dagegen, meine Stiefel zu reinigen, meinen Tisch abzustauben oder auch mein Büro auszufegen. Mein Gefühl würde nicht verletzt werden durch Verrichtung dieser und hundert anderer Handarbeiten. Aber ich könnte keinen Ochsen niederschlagen, kein Schaf, besonders kein Lamm schlachten, keinem Geflügel den Hals umdrehen. Wenn ich das nicht tun kann, ohne meine besten Gefühle zu verletzen, so lehne ich es ab, eine andere Person es für mich tun zu lassen mit Verletzung ihrer Gefühle. Wenn kein anderer Grund zugun­sten unserer Vereinigung spräche, so würde dieser eine genü­gen, um mich zur Annahme der fleischlosen Diät zu bestimmen.
Plinius
Dichter
Sie sollen sich lieber an den gesunden Kohl und an Getreidebrei halten als an Fasane und Perlhühner.
Plutarch
Philosoph
Könnt ihr wirklich die Frage stellen, aus welchem Grunde sich Pythagoras des Fleischessens enthielt? Ich für meinen Teil frage mich, unter welchen Umständen und in welchem Geistes­zustand es ein Mensch das erste Mal über sich brachte, mit seinem Mund Blut zu berühren, seine Lippen zum Fleisch eines Kadavers zu führen und seinen Tisch mit toten, verwesenden Körpern zu zieren, und es sich dann erlaubt hat, die Teile, die kurz zuvor noch gebrüllt und geschrieen, sich bewegt und gelebt haben, Nahrung zu nennen. Es handelt sich gewiss nicht um Löwen und Wölfe, die wir zum Selbstschutz essen – im Gegenteil, diesen Tieren schenken wir gar keine Beachtung; vielmehr schlachten wir harmlose, zahme Geschöpfe ohne Stacheln und Zähne, die uns ohnehin nichts anhaben könnten. Um des Fleisches willen rauben wir ihnen die Sonne, das Licht und die Lebensdauer, die ihnen von Geburt an zustehen. Wenn ihr nun behaupten wollt, dass die Natur solche Nahrung für euch vorgesehen hätte, dann tötet selbst, was ihr zu essen gedenkt – jedoch mit euren naturgegebenen Mitteln, nicht mit Hilfe eines Schlachtmessers, einer Keule oder eines Beils.
Plutarch
Philosoph
Lebende Geschöpfe dürfen wir nicht wie Schuhe oder Töpfe und Pfannen behandeln, die wir fortwerfen, wenn sie vom Dienst abgenutzt und abgetragen sind.

 

Plutarch
Philosoph

Für einen Bissen Fleisch nehmen wir einem Tier die Sonne und das Licht und das bisschen Leben und die Zeit, an dem sich zu erfreuen seine Bestimmung war ...

 

Plutarch
Philosoph

Niemals sollen die Menschen so weit sich vergessen und die lebende Kreatur behandeln wie alte Schuhe und abgenützte tote Geräte, die sie fortwerfen mögen, wenn sie nicht mehr zu gebrauchen sind. Wir sollen es nicht tun und uns niemals bei alten lebendigen Wesen nach dem Nutzen fragen, den sie nur schwach oder gar nicht mehr haben. Wir sollen sie behalten, und sei es auch nur, um daraus Barmherzigkeit gegen Menschen zu lernen. Ich würde kein altes Pferd und keinen alten Ochsen, der sich einmal für mich geplagt hat, verkaufen können.

 

Prinz Max von Sachsen
Katholischer Theologieprofessor

Nicht eine milde Form der Schlachtung, sondern ihre Beseitigung soll man anstreben. Je mehr man das Schlachten ‚human’ zu gestalten sucht, desto mehr stärkt man die Sache der Metzgerei selbst. Ein wirklich konsequenter Standpunkt des Tierschutzes wird erst dann gewonnen sein, wenn die Menschheit sich entschlossen haben wird, das Töten und Essen der Tiere aufzugeben.

 

Pythagoras
Philosoph

Alles, was der Mensch den Tieren antut, kommt auf den Menschen wieder zurück. Wer mit dem Messer die Kehle eines Rindes durchtrennt und beim Brüllen der Angst taub bleibt, wer kaltblütig das schreiende Böcklein abzuschlachten vermag und den Vogel verspeist, dem er selber das Futter gereicht hat – wie weit ist ein solcher noch vom Verbrechen entfernt?

 

Pythagoras
Philosoph

Reichtum spendet die Erde verschwenderisch, friedsame Nahrung. Und sie gewährt euch Gerichte, die frei sind vom Mord und vom Blute.

 

Rilke, Rainer Maria
Dichter

Wenn der Mensch doch aufhörte, sich auf die Grausamkeit der Natur zu berufen, um seine eigene zu entschuldigen! Er vergisst, wie unendlich schuldlos auch noch das Fürchterlichste in der Natur geschieht.

 

Rinser, Luise Schriftstellerin

Es ist die Anonymität unserer Tieropfer, die uns taub macht für ihre Schreie.

 

Rinser, Luise Schriftstellerin

Heute sehen wir nichts mehr vom qualvollen Leben und Sterben des Schlachtviehs. Das geht automatisch vor sich. Eben noch ein Tier, im nächsten Augenblick schon zerteiltes Fleisch: Unsre Nahrung. Unsre Art von Kannibalismus.

 

Rinser, Luise Schriftstellerin

Es wird lange dauern, bis die Menschheit begriffen hat, dass nicht nur die Völker der Erde ein Volk sind, sondern dass Menschen, Pflanzen und Tiere zusammen „Reich Gottes“ sind und dass das Schicksal des einen Bereichs auch das Schicksal des andern ist.

 

Rolland, Romain
Dichter

Die Grausamkeit gegen die Tiere und auch schon die Teilnahmslosigkeit gegenüber ihren Leiden ist meiner Ansicht nach eine der schwersten Sünden des Menschengeschlechts. Sie ist die Grundlage der menschlichen Verderbtheit. Wenn der Mensch so viel Leiden schafft, welches Recht hat er dann, sich zu beklagen, wenn auch er selber leidet?

Rosegger, Peter
1843 - 1918, Schriftsteller
Das Tier hat ein fühlendes Herz wie du, das Tier hat Freude und Schmerz wie du, das Tier hat einen Hang zum Streben wie du,
das Tier hat ein Recht zu leben wie du.

 

Roth, Eugen
Schriftsteller

Es denkt der Mensch, zufrieden froh:
Ich bin kein Schlächter, blutig roh;
doch da der Mensch kein Wurstverächter,
so trägt die Mitschuld er am Schlächter.

 

Rousseau, Jean Jacques
Philosoph, Schriftsteller

Ein Beweis, dass der Geschmack für Fleischkost dem Menschen nicht natürlich ist, liegt auch darin, dass die Kinder eine Abneigung gegen solche Speisen haben und den pflanzlichen Nahrungsmitteln den Vorzug geben, wie Milchspeisen, Gebäck, Obst und dergleichen. Es ist höchst wichtig, diesen ursprünglichen und natürlichen Geschmack nicht zu verderben, und die Kinder nicht zu Fleischessern zu machen. Denn wie man auch die Tatsachen erklären möge, so ist es doch gewiss, dass die starken Fleischesser im Allgemeinen grausamer und wilder sind als andere Menschen.

 

Russell, Bertrand
Philosoph

Es gibt keinen objektiven Grund für die Annahme, dass menschliche Interessen wichtiger seien als tierische.

 

Saint-Exupéry, Antoine de, Schriftsteller
Menschen bedeutet Verantwortung fühlen; sich schämen beim Anblick einer Not, auch wenn man offenbar keine Mitschild an ihr hat, seinen Stein beitragen, im Bewusstsein am Bau der Welt mitzuwirken.

Sand, George
Schriftstellerin

Es wird ein großer Fortschritt in der Entwicklung unserer Rasse (gemeint ist: des Menschengeschlechts) sein, wenn wir Früchteesser werden und die Fleischesser von der Erde verschwinden. Alles wird möglich auf unserem Planeten von dem Augenblick an, wo wir die blutigen Fleischmahle und den Krieg überwinden.

 

Schopenhauer, Arthur
Philosoph

Mitleid mit den Tieren hängt mit der Güte des Charakters so genau zusammen, dass man zuversichtlich behaupten darf: Wer gegen Tiere grausam ist, kann kein guter Mensch sein.

Schopenhauer, Arthur
Philosoph

Die christliche Moral hat ihre Vorschriften ganz auf den Menschen beschränkt, die gesamte Tierwelt rechtlos gelassen. Man sehe nur, wie unser christlicher Pöbel gegen die Tiere verfährt, sie völlig zwecklos und lachend tötet, oder verstümmelt, oder martert, seine Pferde im Alter bis aufs äußerste anstrengt, um das letzte Mark aus ihren armen Knochen zu arbeiten, bis sie unter seinen Streichen erliegen. Man möchte wahrlich sagen: Die Menschen sind die Teufel der Erde und die Tiere ihre geplagten Seelen.

 

Schopenhauer, Arthur
Philosoph

Die vermeintliche Rechtlosigkeit der Tiere, der Wahn, dass unser Handeln gegen sie ohne moralische Bedeutung sei, dass es gegen die Tiere keine Pflichten gäbe, ist geradezu eine empörende Rohheit und Barbarei. Erst wenn jene einfache und über alle Zweifel erhabene Wahrheit, dass die Tiere in der Hauptsache und im Wesentlichen dasselbe sind wie wir, ins Volk gedrungen sein wird, werden die Tiere nicht mehr als rechtlose Wesen dastehen.

Es ist an der Zeit, dass das ewige Wesen, welches in uns, auch in allen Tieren, lebt, als solches erkannt, geschont und geachtet wird.

 

Schopenhauer, Arthur
Philosoph

Die Welt ist kein Machwerk und die Tiere sind kein Fabrikat zu unserem Gebrauch. Nicht Erbarmen, sondern Gerechtigkeit ist man den Tieren schuldig.

 

Schopenhauer, Arthur
Philosoph

Mitgefühl ist die Grundlage jeder Moral.

Schopenhauer, Arthur
Philosoph

Die Güte des Herzens besteht in einem tief gefühlten, universellen Mitleid mit allem, was Leben hat.

 

Schweitzer, Albert
Theologe und Arzt, Friedensnobelpreis 1952

Die Zeit wird kommen, in der Unterhaltung, die auf der Misshandlung und Tötung von Tieren basiert, nicht mehr toleriert wird.

Die Zeit wird kommen, aber wann?

 

Schweitzer, Albert
Theologe und Arzt, Friedensnobelpreis 1952

Keiner darf die Augen schließen und das Leiden, dessen Anblick er sich erspart, als nicht geschehen ansehen.

 

Schweitzer, Albert
Theologe und Arzt, Friedensnobelpreis 1952

Ethik ist ins Grenzenlose erweiterte Verantwortung gegen alles, was lebt.

 

Schweitzer, Albert
Theologe und Arzt, Friedensnobelpreis 1952

Wo immer ein Tier in den Dienst des Menschen gezwungen wird, gehen die Leiden, die es erduldet, uns alle an.

 

Schweitzer, Albert
Theologe und Arzt, Friedensnobelpreis 1952

Ehrfurcht vor dem Leben bedeutet Abscheu vor dem Töten.

 

Schweitzer, Albert
Theologe und Arzt, Friedensnobelpreis 1952

O Gott, erhöre unsere demütige Bitte für unsere Freunde, die Tiere, und ganz besonders für die verfolgten Tiere, für die überlasteten, Hunger leidenden und für die grausam behandelten Tiere! Für jene armen, in Gefangenschaft befindlichen Geschöpfe, die mit ihren Flügeln an die Gitterstäbe ihrer Käfige schlagen; und für diejenigen, die verjagt, verloren oder in Schrecken und Hunger preisgegeben sind sowie für jene. die getötet werden sollen.

Wir bitten, Herr, für sie, um dein Mitleid und um deine Gnade; und für diejenigen, denen ihre Pflege obliegt, bitten wir um ein barmherziges Herz, weiche Hände und gütige Worte. Schaffe aus uns, Herr, wahre Freunde unserer Tiere, mit denen wir den Segen deiner Großmut teilen dürfen.

 

Schweitzer, Albert
Theologe und Arzt, Friedensnobelpreis 1952

Meine Ansicht ist, dass wir, die für die Schonung der Tiere eintreten, ganz dem Fleischgenuss entsagen und auch gegen ihn reden. So mache ich es selber. Und damit kommen so manche dazu, auf das Problem, das so spät aufgestellt wurde, aufmerksam zu werden.

 

Schweitzer, Albert
Theologe und Arzt, Friedensnobelpreis 1952

Ich gebe mir darüber Rechenschaft, dass die Gewohnheit, Fleisch zu essen, nicht mit erhabenen Gefühlen in Übereinstimmung steht.

 

Schweitzer, Albert
Theologe und Arzt, Friedensnobelpreis 1952

Das Wenige, was du tun kannst, ist viel – wenn du nur irgendwie Schmerz, Weh und Angst von einem Wesen nimmst.

 

Schweitzer, Albert
Theologe und Arzt, Friedensnobelpreis 1952

Es ist, als hätte Descartes mit seinem Ausspruch, dass die Tiere bloße Maschinen sind, die ganze europäische Philosophie behext.

Wie die Hausfrau, die die Stube gescheuert hat, Sorge trägt, dass die Tür zu ist, damit ja der Hund nicht hereinkomme und das getane Werk durch die Spuren seiner Pfoten entstelle, also wachen die europäischen Denker darüber, dass ihnen keine Tiere in der Ethik herumlaufen.

Schweitzer, Albert
Theologe und Arzt, Friedensnobelpreis 1952

Der wahrhaft Ethische nimmt sich die Zeit,
einem Insekt, das in einen Tümpel gefallen ist,
ein Blatt oder einen Halm zur Rettung hinzuhalten.
Und er fürchtet sich nicht, als sentimental belächelt zu werden.

Schweitzer, Albert
Theologe und Arzt, Friedensnobelpreis 1952

Jeder, der gewöhnt ist, das Leben anderer Lebewesen als wertlos zu erachten, läuft Gefahr, schließlich auch das menschliche Leben als wertlos zu sehen.

Schweitzer, Albert
Theologe und Arzt, Friedensnobelpreis 1952

In einer Welt des Hasses und der Gewalt dürfen wir glücklich sein, der Ehrfurcht vor dem Leben zu dienen.
Ethisch ist der Mensch nur, wenn ihm das Leben, auch das des Tieres, heilig ist.

Shaw, George Bernhard
Dramatiker

Solange die Menschen die wandelnden Gräber der von ihnen ermordeten Tiere sind, wird es Krieg geben auf dieser Erde.

 

Shaw, George Bernhard
Dramatiker

In der Einfalt eines Tieres liegt große Weisheit mit Verlaub – und manchmal liegt große Torheit in der Weisheit der Gelehrten.

 

Shaw, George Bernhard
Dramatiker

Tiere sind meine Freunde, und meine Freunde esse ich nicht!

Shaw, George Bernhard
Dramatiker

Tradition ist eine Laterne. Der Dumme hält sich an ihr fest, dem Klugen leuchtet sie den Weg.

 

Singer, Isaac Bashevis
Jüdischer Philosoph und Nobelpreisträger

Wo es um Tiere geht, wird jeder zum Nazi ... Für die Tiere ist jeden Tag Treblinka.

 

Singer, Isaac Bashevis
Jüdischer Philosoph und Nobelpreisträger

Es wird oft gesagt, dass die Menschen schon immer Fleisch gegessen hätten, als ob dies eine Rechtfertigung wäre, dies weiterhin zu tun. Gemäß dieser Logik dürften wir nicht versuchen, Menschen daran zu hindern, andere Menschen umzubringen, da dies auch schon seit jeher getan wurde.

 

Singer, Isaac Bashevis
Jüdischer Philosoph und Nobelpreisträger

Fische, die noch vor wenigen Stunden durchs Wasser geschwommen waren, lagen mit glasigen Augen, verletzten Mäulern und blutbefleckten Schuppen auf den Bootsdecks. Die Fischer, reiche Sportangler, wogen die Fische und prahlten mit ihren Fängen. Jedes Mal, wenn Hermann Zeuge gewesen war, wie Tiere umgebracht wurden, hatte er denselben Gedanken gehabt: In ihrem Verhalten der Kreatur gegenüber waren alle Menschen Nazis.

 

Singer, Isaac Bashevis
Jüdischer Philosoph und Nobelpreisträger

Er hatte jetzt seit einiger Zeit daran gedacht, Vegetarier zu werden. Bei jeder Gelegenheit wies er darauf hin, dass das, was die Nazis mit den Juden gemacht hatten, dasselbe sei, was die Menschen mit den Tieren machten.

 

Singer, Isaac Bashevis
Jüdischer Philosoph und Nobelpreisträger

Ich würde fortfahren, vegetarisch zu leben, selbst wenn die ganze Welt begänne, Fleisch zu essen. Dies ist mein Protest gegen den Zustand der Welt. Atomkraft, Hungersnöte, Grau­sam­­­keit - wir müssen Schritte dagegen unternehmen. Vege­tarismus ist mein Schritt. Und ich glaube, ein sehr wichtiger.

 

Skriver, Dr.phil. Carl
Anders, Philosoph
Die Ethik der Ernährung zielt ab auf die Reinheit der Hände von Bluttat, die Reinheit unter der Haut und die Reinheit des Herzens. Aber von Reinheit des Herzens kann keine Rede sein bei einem unreinen Allesesser, der sich keine Gedanken und keine Gewissensbisse macht über die grauenhaften Verbrechen an der Tierwelt, die täglich in der christlichen Welt geschehen, nur für die Zwecke der menschlichen Ernährung.
Srimad-Bhagavatam, 7.14.9, Teil der Vedischen Schriften
Man sollte Tiere wie Rehe, Kamele, Esel, Affen, Mäuse, Schlangen, Vögel, Fliegen genauso behandeln wie den eigenen Sohn.
Wie wenig Unterschied besteht doch im Grunde zwischen Kindern und diesen unschuldigen Tieren.

 

Stiller, Dr. Herbert
Arzt, Psychotherapeut

Tierexperimentatoren sind Wesen besonderer Art, man sollte sie nicht leichtfertig Menschen nennen.

 

Tagore, Rabindranath
Dichter und Philosoph

Der Weg der Vollendung – Dies ist der Grund, warum in Indien ein ganzes Volk, das sich einst vom Fleisch ernährte, diese Nahrung aufgab, aus dem Gefühl der Liebe zu allem Lebenden – eine Tatsache, die einzig dasteht in der Geschichte der Menschheit.

 

Tesla, Nikola
Physiker

Viele Rassen, die fast ausschließlich von Gemüse leben, weisen eine hervorragende Körperverfassung und Stärke auf.

 

Thoreau, Henry David
Schriftsteller

Ich hege keinen Zweifel darüber, dass es ein Schicksal des Menschengeschlechts ist, im Verlaufe seiner allmählichen Entwicklung das Essen von Tieren hinter sich zu lassen, genauso wie die wilden Naturvölker aufgehört haben, sich gegenseitig aufzuessen, nachdem sie in Kontakt mit Zivilisierteren gekommen waren.

 

Tolstoi, Leo
Dichter, Humanist

Vom Tiermord zum Menschenmord ist es nur ein Schritt und damit auch von der Tierquälerei zur Menschenquälerei.

 

Tolstoi, Leo
Dichter, Humanist

Wenn du keinen Menschen töten kannst - gut; kannst du kein Vieh und keine Vögel töten - noch besser; keine Fische und Insekten - noch besser. Bemüh dich, soweit wie möglich zu kommen. Grüble nicht, was möglich ist und was nicht - tu, was du mit deinen Kräften zustande bringst - darauf kommt alles an.

 

Tolstoi, Leo
Dichter, Humanist

Fleischessen ist ein Überbleibsel der größten Rohheit; der Übergang zum Vegetarismus ist die erste und natürlichste Folge der Aufklärung.

 

Tolstoi, Leo
Dichter, Humanist

Solange es Schlachthäuser gibt, wird es auch Schlachtfelder geben

 

Tolstoi, Leo
Dichter, Humanist

Das Mitleid bleibt immer dasselbe Gefühl, ob man es für einen Menschen oder für eine Fliege empfindet. Der dem Mitleid zugängliche Mensch entzieht sich in beiden Fällen dem Egoismus und erweitert dadurch die moralische Befriedigung seines Lebens.

 

Tolstoi, Leo
Dichter, Humanist

Der Mensch kann leben und gesund sein, ohne dass er zu seiner Ernährung Tiere tötet. Wenn er also Fleisch isst, so ist er mitschuldig am Morde von Tieren, nur um seinem Geschmack zu schmeicheln. So zu handeln, ist unmoralisch. Das ist so einfach und unzweifelhaft, dass es unmöglich ist, nicht beizustimmen. Aber weil die Mehrzahl noch am Fleischgenuss hängt, so halten ihn die Menschen für gerechtfertigt und sagen lachend: 'Ein Stück Beefsteak ist aber doch eine schöne Sache, und ich werde es heute mit Vergnügen zu Mittag essen’.

... Die Menschen gehen lieber zugrunde, als dass sie ihre Gewohnheiten ändern.

 

Tolstoi, Leo
Dichter, Humanist
Wenn der Mensch ernstlich und aufrichtig den moralischen Weg sucht, so ist das erste, wovon er sich abwenden muss, die Fleischnahrung: Denn abgesehen von der Aufregung der Leidenschaften, die durch diese Nahrung verursacht wird, ist dieselbe ganz einfach unsittlich, weil sie eine dem sittlichen Gefühl widersprechende Tat, das Morden, erfordert.

 

Tolstoi, Leo
Dichter, Humanist

Vegetarismus gilt als Kriterium, an welchem wir erkennen können, ob das Streben des Menschen nach moralischer Vollkommenheit ernst gemeint ist.

Mark Twain,
1835-1910, Schriftsteller
Wir werden in Ewigkeiten nicht mehr gut machen können, was wir den Tieren angetan haben.

 

Voltaire, François
Schriftsteller und Philosoph

Gewiss ist es, dass dieses scheußliche Blutbad, welches unauf­hörlich in unseren Schlachthäusern und Küchen stattfindet, uns nicht mehr als ein Übel erscheint, im Gegenteil betrachten wir diese Scheußlichkeiten, welche oft pestilenzialisch wirken, als einen Segen des Herrn und danken ihm in unseren Gebeten für unsere Mördereien. Kann es denn aber etwas Abscheulicheres geben, als sich beständig von Leichenfleisch zu ernähren?

Voltaire, François
Schriftsteller und Philosoph

Die Jagd ist eines der sichersten Mittel, das Gefühl der Menschen für ihre Mitgeschöpfe abzutöten.

 

von Assisi, Franziskus
Kath. Heiliger

Gott wünscht, dass wir den Tieren beistehen, wenn sie der Hilfe bedürfen. Ein jedes Wesen hat gleiches Recht auf Schutz.

von Assisi, Franziskus
Kath. Heiliger

Wehe dem Menschen, wenn auch nur ein Tier im Strafgericht Gottes sitzt.

 

von Ebner-Eschenbach, Marie
Schriftstellerin

Man kann nicht allen helfen“, sagt der Engherzige und hilft keinem.

 

von Goethe, Johann Wolfgang
Dichter

Die religiöse Ehrfurcht vor dem, was unter uns ist, umfasst natürlich auch die Tierwelt und legt den Menschen die Pflicht auf, die unter ihm entstehenden Geschöpfe zu ehren und zu schonen.

 

von Görres, Joseph
Publizist

Wer über das gewöhnliche Leben hinaus will, der scheut blutige Nahrung und wählt nicht den Tod zu seinem Speisemeister.

 

von Humboldt,
Naturforscher

Grausamkeit gegen Tiere kann weder bei wahrer Bildung noch wahrer Gelehrsamkeit bestehen. Sie ist eines der kennzeich­nen­­d­sten Laster eines niederen und unedlen Volkes. Dem Tier gegenüber sind heute alle Völker mehr oder weniger Barbaren. Es ist unwahr und grotesk, wenn sie ihre vermeintliche hohe Kultur bei jeder Gelegenheit betonen und dabei tagtäglich die scheußlichsten Grausamkeiten an Millionen von wehrlosen Ge­schöpfen begehen oder doch gleichgültig zulassen. Können wir uns wundern, dass diese so genannten Kulturvölker immer mehr einem furchtbaren Weg des Abstieges entgegengehen? Dieselbe Strecke Landes, welche als Wiese, d. h. als Viehfutter, zehn Menschen durch das Fleisch der darauf gemästeten Tiere aus zweiter Hand ernährt, vermag, mit Hirse, Erbsen, Linsen und Gerste bebaut, hundert Menschen zu erhalten und zu ernähren.

von Suttner, Bertha
Pazifistin

Wer gegen arme, hilflose Mitgeschöpfe, die unter ihm stehen, erbarmungslos gewesen ist, hat kein Recht, wenn er in hilflose Lage kommt, zu einem höher stehenden Wesen zu beten: Herr erbarme dich meiner!

 

von Suttner, Bertha
Pazifistin

Meiner Überzeugung nach wird auch einst die Zeit kommen, wo niemand sich wird mit Leichen ernähren wollen, wo niemand mehr sich zum Schlächterhandwerk bereit finden wird. Wie viele unter uns gibt es schon jetzt, die niemals Fleisch äßen, wenn sie selber das Messer in die Kehle der betreffenden Tiere stoßen müssten!

 

von Suttner, Bertha
Pazifistin

Von hundert gebildeten und feinfühlenden Menschen würden schon heute wahrscheinlich neunzig nie mehr Fleisch essen, wenn sie selber das Tier erschlagen oder erstechen müssten, das sie verzehren.

 

von Suttner, Bertha
Pazifistin

Wer die Opfer nicht schreien hören, nicht zucken sehen kann, dem es aber, sobald er außer Seh- und Hörweite ist, gleichgültig ist, dass es schreit und zuckt - der hat wohl Nerven, aber - Herz hat er nicht.

 

Wagner, Richard
Komponist

War uns der Anblick des den Göttern geopferten Stieres ein Gräuel geworden, so wird nun in sauberen, von Wasser durch­spülten Schlachthäusern ein tägliches Blutbad der Beachtung aller derer entzogen, die beim Mittagsmahl sich die bis zur Un­kenntlichkeit hergerichteten Leichenteile ermordeter Haustiere wohl schmecken lassen sollen. Es sollte uns fortan nur daran ge­legen sein, der Religion des Mitleidens, den Bekennern des Nützlichkeitsdogmas zum Trotz, einen kräftigen Boden zu neuer Pflege bei uns gewinnen zu lassen. Was erwarten wir denn von einer Religion, wenn wir das Mitleid mit den Tieren ausschließen?

Wagner, Richard
Komponist

Die Grundlage jeder menschlichen Gesellschaft, in der untrennbaren Gemeinschaft der Menschen mit den anderen lebenden Wesen und der natürlichen Umgebung, in der er lebt, sollte das Mitgefühl sein.

 

Walker, Alice
Schriftstellerin

Als wir eines Tages über Freiheit und Gerechtigkeit sprachen, saßen wir gerade bei Steaks. "Ich esse Elend", dachte ich mir, als ich den ersten Bissen zu mir nahm. Und spuckte ihn aus.

 

Wankel, Felix
Erfinder

Wenn jemand Tierschlachtung und Tierversuch noch völlig unbeeindruckt bejaht, dann ist in seiner menschlichen Entwicklung ein Stückchen Steinzeit noch nicht überwunden.

 

Weitzel, Prof. Günther
Chemiker

Das christliche Gewissen kann sich mit der Nichtanwendung des 5. Gebotes auf die Schlachttiere nicht zufrieden geben. Wer einmal ein Schlachthaus besichtigt hat, pflegt von dem Gesehenen mehr oder weniger schockiert und angewidert zu sein. Fast jeder kommt zu der Ansicht, dass das brutale Erschlagen von Tieren, die man zuerst herangezogen und gemästet hat, um sie schließlich aufzufressen, der heutigen Menschheit und speziell des Christentums unwürdig ist.

 

Zarathustra Die Seele der sanften Tiere soll durch keinen Übergriff angetastet werden.