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Bis Ende der 80er Jahre beschäftigten sich Tierschützer und Tierschutzvereine vorwiegend mit dem praktischen (karitativen) Tierschutz, also mit dem Schutz, der Unterbringung und der Vermittlung von Haustieren. An das Thema „Tierversuche“ wagte sich bis dahin kaum einer der etablierten Vereine und einzelne Tierschützer konnten zu wenig ausrichten. Deshalb mussten neue Wege gefunden und Vereine gegründet werden, die sich dieses Themas annahmen. Dies war der Beginn des politischen Tierschutzes. Das Wissen um die qualvollen Tierexperimente führte im Jahr 1983 zur Gründung unseres Vereins.

Als Tierversuchsgegner begnügen wir uns nicht damit, Tierversuche in das Licht der Öffentlichkeit zu rücken und anzuprangern, sondern bieten auch Lösungsmöglichkeiten. So erreichten wir in Zusammenarbeit mit Wissenschaftlern und Politikern, dass das Land Baden-Württemberg von 1989 bis 2001 den Universitäten des Landes jährlich ca. DM 500.000 für die Erforschung von Alternativmethoden zu Tierversuchen zur Verfügung stellte. Diese Förderung gab Wissenschaftlern den Anreiz, sich mit neuen, tierversuchsfreien Methoden zu beschäftigen. (Ab 2002 wurde der Etat im Zuge der allgemeinen Etatkürzungen trotz großer Erfolge leider wieder gestrichen.) Erfreulicherweise wurde auf Initiative unseres Vereins mit dem Kabinettsbeschluss vom 01.08.2006 für die nächsten drei Jahre ein Etat von jährlich 300.000 Euro bewilligt. Das entspricht in etwa dem im Jahr 2002 eingestellten Förderprogramm. Leider wurde der Etat wegen allgemeinen Haushaltskürzungen nicht fortgeführt. Wir werden uns jedoch weiterhin für diese Förderung aus Landesmitteln einsetzen und hoffen auf eine baldige Fortführung des Etats.

Schon kurze Zeit nach unserer Vereinsgründung erweiterten wir unsere Tierschutzaufgaben um die Bereiche Pelzgewinnung und Massen- bzw. Intensivtierhaltung und setzen uns heute für die grundsätzlichen Rechte der Tiere ein. Dabei besteht unsere Hauptaufgabe in der Aufklärung der Öffentlichkeit über den grausamen Umgang mit Tieren und den sich daraus ergebenden Gefahren für den Menschen und die Umwelt. Unser Ziel ist es, Tierversuche und andere Tierquälereien abzuschaffen. Die Verankerung des Tierschutzes im Grundgesetz haben wir erreicht; das Tierschutzgesetz wurde und wird noch laufend verbessert. Deshalb sind wir im ständigen Dialog mit Politikern, Wissenschaftlern und der Industrie. Auch im Landesbeirat für Tierschutz des baden-württembergischen Landwirtschaftsministeriums und in dessen Arbeitsgruppen sind wir vertreten, um die Rechte der Tiere einzufordern.


Da das Elend der „Nutz-“ und „Schlacht-“Tiere nur durch den Verzicht auf Fleisch reduziert werden kann, treten wir für eine vegetarische/vegane Ernährungsweise ein. Diese ist, wie zahlreiche Studien belegen, erheblich gesünder, wirtschaftlicher und umweltfreundlicher!

Neben Informationsständen zu gezielten Tierschutzthemen führen wir Demonstrationsveranstaltungen, Vorträge, Diskussionsrunden, Filmvorführungen und andere sinnvolle Formen der Aufklärung über den weltweit millionenfachen Tiermissbrauch durch.

In unserer Vereinszeitschrift TIERSCHUTZ AKTUELL informieren wir über aktuelle Themen und Hintergründe. Auch geben wir praktische Anregungen, wie jeder Einzelne zur Abschaffung von Tierelend beitragen kann.

Nach dem Motto "gemeinsam sind wir stark" hoffen wir, am Tierschutz interessierte Menschen zu erreichen, die unsere Arbeit mit aktiver Hilfe oder einer Spende unterstützen.

Unsere Geschäftsstelle in Stuttgart informiert gern über bestehende Aktionsgruppen in Baden-Württemberg, denen man sich anschließen kann. Ebenso gibt sie Hilfestellung bei der Gründung neuer Aktionsgruppen.

Helfen Sie mit, damit wir den Tieren helfen können!

 

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