| Tierfreie Erforschung der Huntington-Krankheit |
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Silke Bitz, Dipl.-Biol., Fachreferentin Der Dr. Hadwen Trust, eine Stiftung zur Förderung von tierversuchsfreier Forschung, unterstützt derzeit ein Forschungsprojekt, das den Ursachen und Behandlungsmöglichkeiten der Huntington-Krankheit auf den Grund gehen will. Diese ist ein unheilbarer Gendefekt, der das Nervensystem beeinträchtigt und sich beispielsweise in Koordinationsschwierigkeiten und einer verminderten geistigen Leistung äußert. Um diese Krankheit zu erforschen, werden üblicherweise Affen, Nagetiere und Schweine für Versuche herangezogen. Dabei werden ihnen giftige Chemikalien verabreicht, um die Krankheitssymptome zu simulieren. Zunehmend werden auch transgene Affen oder Mäuse verwendet. Auf Grund der tierexperimentellen Forschung konnten jedoch noch keine brauchbaren Ergebnisse verbucht wer-den. An der Universität Sheffield entwickelt nun ein Wissenschaftsteam eine tierversuchsfreie Methode, die sich Hautzellen von erkrankten Menschen zunutze macht. Im Labor lassen sich so die Zellmechanismen erforschen und mit den Symptomen der Erkrankung vergleichen. Mögliche Medikamente können somit ohne Tierleid und sehr effektiv direkt an den kranken Zellen getestet werden. Aus: Tierschutz aktuell 2+3/2010 |

