Tiertransporte
Novellierung der EU-Tiertransport-Verordnung und Export von „Zucht“- und „Schlacht“rindern nach Libyen Drucken E-Mail

Ingeborg Livaditis, Vorsitzende

Obwohl am 05.01.2007 eine neue EG-Verordnung über den Schutz von Tieren beim Transport (EG) Nr. 1/2005 in Kraft getreten ist, reißt die Kritik vor allem an Langzeittransporten nicht ab. Mit dieser Verordnung soll auf europäischer Ebene geregelt werden, dass den Bedürfnissen der Tiere während des Transports in angemessener Weise Rechnung getragen wird und ihnen keine Verletzungen und unnötige Leiden zugefügt werden. Dabei sind sogar Details festgeschrieben hinsichtlich der Ausstattung der Fahrzeuge, des Umgangs mit den Tieren, bis hin zur Ausbildung der Fahrer und Betreuer. Die Fahrtzeiten und Pausen sind je nach Tierart vorgeschrieben. Mit der Verordnung wurde die Verantwortung auf sämtliche beteiligte Personen ausgedehnt: vom Transportunternehmer, den Fahrern bis zu den Tierhaltern an Sammelstellen, auf Märkten und Schlachthöfen. Erforderlich ist ein Satellitennavigations­system, damit der Standort des Fahrzeugs jederzeit fest­gestellt werden kann. Bei Langstreckentransporten durch mehrere Staaten müssen die Transportunternehmer ein Fahrtenbuch mit zahlreichen Angaben zum Transport besitzen.

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Mangelhafte EU-Tiertransport-Verordnung Drucken E-Mail

Ingeborg Livaditis, Vorsitzende

Tiertransporte: Zeitliche Begrenzung fordern

Die EU-Kommission plant derzeit eine Überarbeitung der Tiertransport-Verordnung 1/2005 EG. Grund für die Novellierung ist die anhaltende Kritik, dass sich trotz schwerwiegen­der Tierschutzprobleme die Transportzeiten und die Beladungsdichten seit 1995 nicht geändert haben. Ebenso wenig ist die Durchsetzung der komplexen EU-Vorschriften in den einzelnen Ländern gelungen. Die EU-Kommission unterbreitet nun mehrere Vorschläge:

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Tiertransporte: Aktueller Stand Drucken E-Mail

Ingeborg Livaditis

Millionen von „Schlacht“tieren leiden nicht nur in der Intensivtierhaltung, für 17,5 Millionen von ihnen ist zudem der Weg zum Schlachthof vielfach mit langen, qualvollen Transporten verbunden. Vor allem Schweine, Rinder, Schafe und Pferde sind teilweise tage- und wochenlang auf Lastwagen oder Schiffen zu ihrem Bestimmungsort unterwegs. Langstreckentransporte bis in den Libanon, die Türkei oder Ägypten machen etwa zehn Prozent aller jährlichen Tiertransporte aus. Auf ihrem Todestransport herrscht quälende Enge, entkräftete Tiere stürzen auf den Verladerampen oder können sich in der Box nicht mehr auf den Beinen halten. Im Sommer gibt es überhitzte Waggons, es herrscht entsetzlicher Durst und die Tiere leiden auch Hunger.

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Tiertransporte im erweiterten Europa Drucken E-Mail
Hannelore Jaresch und
Cornelia Hofaichner,
in tierrechte 4.04

Der Beitritt von zehn neuen Staaten zur Europäischen Union im Mai 2004 hat zur Auflösung von Grenzkontrollstellen und zum Abzug von Grenztierärzten geführt. Diesen Folgen der Erweiterung wollten Hannelore Jaresch und Cornelia Hofaichner von der Arbeitsgruppe Tiertransporte des Bundesverbandes nachgehen. Sie begleiteten daher einen Pferdetransport von Polen nach Italien.
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Mehrtägige Tiertransporte auch in Zukunft erlaubt Drucken E-Mail

Ingeborg Livaditis, Vorsitzende 

Neue EU-Verordnung bringt nicht den erhofften Durchbruch

16. Juli 2003

Der am heutigen Mittwoch von der EU-Kommission beschlossene Vorschlag, die Vorschriften für Tiertransporte durch eine neue EU-Verordnung zu verschärfen, packt das Übel nicht an der Wurzel, so die Reaktion des Bundesverbandes Menschen für Tierrechte, denn strapaziöse Langstreckentransporte seien auch in Zukunft erlaubt.

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