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Schweinehaltung – Vertragsverletzungsverfahren gegen Deutschland eingeleitet |
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Marie-Luise Strewe, stellv. Vorsitzende
Gemäß der EU-Richtlinie über die Mindestanforderungen für die Haltung von Schweinen ist es seit Anfang 2013 EU-weit verboten, trächtige Sauen durchgehend in Kastenständen zu halten. Stattdessen müssen die Tiere während ihrer rund dreieinhalb Monate dauernden Trächtigkeit ca. zwei Monate in Gruppen gehalten werden. Den Rest der Zeit - also etwa anderthalb Monate pro Schwangerschaft - müssen sie allerdings weiter eingepfercht in Kastenständen verbringen.
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Novellierung des Tierschutzgesetzes: Katastrophe für die Tiere |
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Ingeborg Livaditis, Vorsitzende
Ein schwarzer Tag für den Tierschutz!
Aus der von Bundesministerin Ilse Aigner groß angekündigten Novellierung des Tierschutzgesetzes wurde leider nur ein „Reförmchen" mit kleinen Fortschritten und leider sogar einigen Verschlechterungen. Selbst die wenigen von ihr angekündigten Minimalfortschritte wurden von CDU/ CSU und FDP nicht akzeptiert. Vor allem die Verbote der betäubungslosen Ferkelkastration und des Schenkelbrandes bei Pferden hatten zu Streit innerhalb der Union geführt. Eine weitere Rolle spielte höchstwahrscheinlich die bevorstehende Landtagswahl im Agrarland Niedersachsen. Zu den bereits angesetzten Abstimmungen im Ernährungsausschuss sowie im Bundestag kam es wegen der Querelen erst gar nicht!
In der Nacht des 13.12.2012 stimmte das Parlament der Neufassung des Tierschutzgesetzes zu; am 01.02.2013 billigte der von Schwarz/ Gelb dominierte Bundesrat das Einspruchsgesetz in seiner Plenarsitzung, obwohl einige Bundesländer in 53 Punkten Verbesserungen gefordert hatten, denen die Bundesregierung im Wesentlichen nicht nachgekommen war. Damit ignorierte der Bundesrat die Empfehlungen seines Ausschusses für Agrarpolitik und Verbraucherschutz: den Vermittlungsausschuss einzuschalten und eine grundlegende Überarbeitung des Gesetzes zu verfolgen. Der Grund für diese Entscheidung lag in der bevorstehenden Landtagswahl in Niedersachsen. Es wurde befürchtet, dass die bisherige schwarz/gelbe Regierung kippt und somit im Bundesrat neue Mehrheitsverhältnisse herrschen würden. Damit wurde das aus Tierschutzsicht völlig unzureichende Gesetz beschlossen - ein schwarzer Tag für den Tierschutz!
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Großdemonstration zur Grünen Woche in Berlin: Wir haben es satt |
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Ingeborg Livaditis, Vorsitzende
Die Internationale Grüne Woche (IGW) ist die weltgrößte Messe für Ernährung, Landwirtschaft und Gartenbau und wird seit fast 80 Jahren in Berlin durchgeführt. An der diesjährigen Ausstellung, die vom 18. bis 27.01.2013 stattfand, nahmen 1.630 Aussteller aus 67 Ländern sowie über 400.000 Besucher teil. Rund 750 Fachkonferenzen versuchten innerhalb der IGW Aufmerksamkeit zu erlangen. Während der Messe fand bereits zum fünften Mal das Global Forum for Food and Agriculture (GFFA) statt. Das GFFA ist eine weltweit einmalige politische Tagung, die sich mit den zentralen Zukunftsfragen der globalen Land- und Ernährungswirtschaft befasst. 82 Landwirtschaftsminister aus der ganzen Welt sowie zahlreiche agrar- und wirtschaftspolitische Delegationen hatten sich eingefunden, um über das diesjährige Thema zu diskutieren: Verantwortliche Investitionen in Agrar- und Ernährungswirtschaft - Schlüsselfaktor für Ernährungssicherung und ländliche Entwicklung. Wie bei so vielen politischen Wirtschaftsgipfeln wurden beeindruckende Worte gewechselt, die jedoch reine Absichtserklärungen sind und der Wirklichkeit nicht standhalten.
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Der kritische Agrarbericht 2013 |
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Ingeborg Livaditis, Vorsitzende
„'Der kritische Agrarbericht' wird seit 1993 alljährlich vom AgrarBündnis e.V. herausgegeben, einem Zusammenschluss von derzeit 24 Verbänden der bäuerlichen und ökologischen Landwirtschaft, des Umwelt- und Naturschutzes, des Tierschutzes, der Entwicklungszusammenarbeit sowie der Kirchen. 'Der kritische Agrarbericht'' dokumentiert die ganze thematische Breite der agrarpolitischen Debatte eines Jahres vor dem Hintergrund der europäischen und weltweiten Entwicklung."
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Novellierung des Tierschutzgesetzes |
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Ingeborg Livaditis, Vorsitzende
Die Bundesregierung erteilte in ihrer Kabinettssitzung vom 29.08.2012 den Forderungen der Länder nach mehr Tierschutz eine klare Absage. Das seit zehn Jahren im Grundgesetz verankerte Staatsziel Tierschutz ist für sie nur Makulatur. Bundeslandwirtschaftsministein Ilse Aigner (CSU) blieb bei ihrer bisherigen Haltung und griff die zahlreichen Änderungsvorschläge des Bundesrats vom 06.07.2012 zu einem verbesserten Tierschutzgesetz so gut wie nicht auf. Daran änderten bislang auch weitere Beratungen in verschiedenen Ausschüssen nichts.
Noch nicht einmal die Verbraucherinteressen für eine Kennzeichnung besonders tiergerecht erzeugter Produkte werden wahrgenommen. Die Bundesregierung sieht darin derzeit keinen Bedarf und lehnte in der Kabinettssitzung auch die von den Ländern geforderte Einführung von Tierschutzindikatoren ab. Sie sperrte sich allerdings nicht dagegen, diese künftig verstärkt zu berücksichtigen. Bevor eine entsprechende Ermächtigung in das Tierschutzgesetz aufgenommen werden könne, müsse jedoch ein fachliches Konzept entwickelt werden.
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