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Schockierendes Urteil des Oberverwaltungsgerichts Bremen: Versuche an Affen weiter erlaubt |
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Ingeborg Livaditis, Vorsitzende
Ein jahrelanger Rechtsstreit um die umstrittenen Affenversuche von Prof. Dr. Andreas Kreiter ging am 11.12.2012 zu Ende. Der Neurobiologe Kreiter experimentiert seit 1997 an Makaken, die Versuche beantragte er alle drei Jahre neu. Seine Experimente dienen der Grundlagenforschung und sind deshalb an keinen klinischen Bezug gebunden. Wie bereits mehrfach auch zu den Tübinger Affenversuchen berichtet, werden den Tieren Messelektroden ins Gehirn gepflanzt; zu den Studien werden sie stundenlang in sogenannten Primatenstühlen fixiert.
Die Bremer Gesundheitsbehörde hatte 2008 Kreiters Makakenexperimente nicht mehr genehmigt, wogegen dieser zusammen mit der Universität Bremen vor Gericht ging. Das dortige Verwaltungsgericht gestattete eine vorläufige Fortführung der Versuche. Mit Urteil vom Mai 2010 wurde die Behörde verpflichtet, neu über den Genehmigungsantrag zu entscheiden. Dagegen legten beide Kontrahenten Berufung ein. In dem Berufungsverfahren erklärte nun das Oberverwaltungsgericht Bremen (OVG) die Ablehnung der Versuche für rechtswidrig.
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Debatte im Landtag von Baden-Württemberg über Primatenversuche |
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Ingeborg Livaditis, Vorsitzende
Die Landtagsfraktion von Bündnis 90/ Die Grünen initiierte unter Führung der Arbeitskreise Ländlicher Raum und Verbraucherschutz sowie Wissenschaft, Forschung und Kunst am 16.11.2012 eine Anhörung unter dem Titel Zwischen Tierschutz und Forschungsfreiheit: „Primatenversuche und Alternativen". Anlass waren die heftig umstrittenen Affenexperimente an zwei Instituten, der Universität Tübingen und des Max-Planck-Instituts in Tübingen.
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Unter Menschen - Dokumentarfilm über Versuchsaffen |
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Der Dokumentarfilm von Christian Rost und Claus Strigel zeigt Schimpansen, die ihr ganzes Leben in einem Versuchslabor gehalten wurden und nun endlich in die Freiheit dürfen. In einem ehemaligen Safaripark in Österreich an der tschechischen Grenze, von der übrigen Welt abgeschottet, leben 40 Schimpansen - infiziert mit HIV- und Hepatitisviren - aus dem ehemaligen Versuchslabor des Pharmakonzerns Immuno. Seit 2002 bekommen die Schimpansen in Gänserndorf ihr Gnadenbrot und wurden dort ganz langsam auf ein Leben in Freiheit vorbereitet. Der Weg ist mühevoll aus der lebenslänglichen Isolation hin zu einem Leben in artgerechten Gruppen. Sie sind traumatisiert, verstört, teilweise hatten die Affen zuvor noch nie die Sonne gesehen. Der Film zeigt nicht nur das Verhältnis von Affen und Pflegerinnen sondern auch die Geschichte der Tierversuche und was sie erst ermöglicht hat. Nach 15 Jahren wurden die Versuche an den Schimpansen ergebnislos eingestellt. Der englische Titel des Films heißt 'Redemption Impossible', denn eine Wiedergutmachung ist eigentlich nicht möglich.
Kinostart ist am 21.03.2013
Mehr Informationen zu diesem Film finden Sie hier. |
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Einspruch gegen Patent auf Schimpansen |
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Pressemitteilung der Albert Schweitzer Stiftung: Patent verletzt ethische Grenzen des Europäischen Patentrechts
Elf Organisationen aus Deutschland, der Schweiz und England haben einen gemeinsamen Einspruch gegen ein Patent der US-Firma Intrexon auf gentechnisch veränderte Schimpansen eingelegt. Das Patent EP1456346 war vom Europäischen Patentamt (EPA) im Februar 2012 erteilt worden. Die Tiere sollen für die Pharma-Forschung genutzt werden, nachdem sie zuvor laut Patent mit synthetischer DNA manipuliert wurden, die ursprünglich aus Insekten stammt. Nach Ansicht der einsprechenden Organisationen verstößt das Patent gegen die ethischen Grenzen des Europäischen Patentrechts. Die Organisationen sind besorgt darüber, dass das Patent einen kommerziellen Anreiz für mehr Tierversuche bietet, und verlangen, dass Tiere mit mehr Respekt behandelt werden.
Zur Pressemeldung hier. |
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