Schlachten / Schächten
Verfassungsgericht in Polen verbietet Schächten Drucken E-Mail
Das polnische Verfassungsgericht hat die Schlachtung von Tieren nach jüdischen und muslimischen Riten, das sogenannte Schächten, verboten. Medienberichten vom Mittwoch den 28.11.2012 zufolge, urteilte das Gericht am Dienstag, die Tötung ohne Betäubung sei Tierquälerei und verletze die Verfassung. Zwar tritt am 1. Januar 2013 eine EU-Regelung in Kraft, die das Schlachten von Tieren nach jüdischem und muslimischen Religionsvorschriften erlaubt, doch ist es jedem EU-Mitgliedsstaat vorbehalten, dieses EU-Recht zu übernehmen oder eine landeseigene Regelung einzuführen. Schweden ist gegenwärtig das einzige EU-Mitglied, das das Schächten ausdrücklich verbietet. Außerhalb der EU verbieten die Schweiz, Norwegen und Island das Schächten.
Beim Schächten werden Tiere mit einem einzigen Halsschnitt getötet. Man lässt sie dann ausbluten, da der Verzehr von Blut im Judentum und im Islam untersagt ist. Polen produziert koscheres und Halal-Fleisch nicht nur für die kleinen muslimischen und jüdischen Gemeinden im Land, sondern nach Pressemeldungen auch für den Export.
 
Informationen zum Schächten in Deutschland Drucken E-Mail
Ingeborg Livaditis, Vorsitzende

Schächten, das betäubungslose Schlach­ten warmblütiger Tiere, ist in Deutschland gemäß Tierschutzgesetz § 4a grundsätzlich verboten. Aller­dings gibt es Ausnahmeregelungen für die Angehörigen bestimmter Re­ligionsgemeinschaften, denen ihre Re­ligion zwingend vorschreibt, dass nur Fleisch gegessen werden darf, wenn das Tier ohne Betäubung durch einen Kehlschnitt getötet wurde und vollständig ausgeblutet war.

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Tierschutzbestimmungen für Hummer geplant Drucken E-Mail

Ingeborg Livaditis, Vorsitzende

Tierschutzbestimmungen für Hummer geplant

Wie unser Bundesverband in seinem Newsletter am 13.05.2011 mitteilte, beraten derzeit die Verbraucherbe­hörden der Bundesländer über eine Verschärfung der Tierschutzbestim­mungen für Hummer, die lebend ver­kauft werden. Es bestünde Einig­keit, dass das Zusammenbinden der Scheren ein artgemäßes Verhalten un­möglich mache. Zudem sollen die Aquarien größer und mit Sichtschutz­blechen ausgestattet werden. Leider wird der Lebendverkauf und der Konsum des Krusten­tieres nicht grundsätzlich hinterfragt oder gar über ein Verbot diskutiert, wie wir es mit un­serem Antrag an die Landesregie­rung (s. Seite 25) for­dern. Aber immerhin wäre das ein erster Schritt. Falls die Kommission die Umsetzung der Empfehlungen beschließt, könnten die strengeren Regeln bald verbindlich werden.

Aus: Tierschutz aktuell 2+3/2011

 
Türkei: Schmerzlose Opferschlachtung Drucken E-Mail

Ingeborg Livaditis, Vorsitzende

Bei Verhandlungen mit der EU stand anlässlich des bevorstehenden mosle­mischen Opferfestes unter anderem das Schächten, also das betäubungslose Schlachten, auf der Tagesordnung. Der türkische Minister für Landwirtschaft und Dorfangelegenheiten, Mehdi Eker, kündigte an, dass beginnend ab De­zember 2011 zur Vermeidung von Tier­qualen Elektroschocks in den Schlacht­höfen eingesetzt werden sollen. Das Präsidium für Religiöse Angelegen­heiten hatte in einer Erklärung be­kannt gegeben, dass es „aus religiö­ser Sicht keine Bedenken gegen die Anwen­dung der Tiere als Opfergabe geben würde." Die Vorbereitungen der Ver­waltungsvorschriften stehen derzeit an.

Aus: Tierschutz aktuell 4/2010
 
Zum Islamischen Opferfest:Tierrechtler fordern Änderung des Schächt-Paragrafen Drucken E-Mail

Ingeborg Livaditis, Vorsitzende

Menschen für Tierrechte - Bundesverband der Tierversuchsgegner e.V. Pressemitteilung vom 26.11.2009

 Zum Islamischen Opferfest:Tierrechtler fordern Änderung des Schächt-Paragrafen

 Anlässlich des bevorstehenden islamischen Opferfestes ab dem 27. November fordert der Bundesverband Menschen für Tierrechte die neue Bundesregierung auf, den Schächt-Paragrafen im Tierschutzgesetz umgehend zu ändern und damit den Bundesratsbeschluss von 2007 umzusetzen. Dies sei jetzt zwingend vor Inkrafttreten der neuen EU-Schlachtverordnung erforderlich.

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