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Ausstieg aus dem Tierversuch. JETZT!

Ausstieg aus dem Tierversuch. JETZT!

Jedes Jahr leiden rund 2,8 Millionen Tiere in deutschen Laboren. Obwohl die EU-Mitgliedstaaten vereinbart haben, Tierversuche vollständig zu ersetzen (1), ist die Zahl der in Deutschland eingesetzten Versuchstiere immer noch unverändert hoch.

Dabei ist die Übertragbarkeit von Tierversuchsergebnissen auf den Menschen nicht gegeben.
Dies erkennen auch immer mehr Wissenschaftler*innen an. Die tierfreie Forschung hat in den letzten Jahren große Fortschritte gemacht, trotz vollkommen unzureichender Förderungsquote von weniger als 1 Prozent Anteil im Vergleich zu Tierversuchen, auf die über 99 Prozent der staatlichen Gelder fallen.

Ausstiegsplan für Deutschland

Ein Ausstieg aus dem Tierversuch ist nötig und möglich. Deshalb ist die Bundesregierung  aufgefordert, endlich einen wissenschaftlich fundierten Ausstiegsplan zu erarbeiten. Die wichtigsten Punkte dabei sind:

  • konkrete Zielvereinbarungen, Ausstiegsdaten und ein Monitoring-System
  • Sofortverbote müssen für bestimmte Bereiche erlassen werden, wie Tierversuche für Haushaltsprodukte und mit Schweregrad „schwer“ sowie Tierverbrauch im Studium
  • Gelder für die Entwicklung tierversuchsfreier Verfahren müssen durch Umschichtung drastisch erhöht und deren Anerkennung und Anwendung aktiv unterstützt und beschleunigt werden

Vorbild Niederlande

Bisher sind lediglich die Niederlande das Problem angegangen und haben 2016 einen systematischen Abbauplan für Tierversuche veröffentlicht. Dieser umfasst konkrete Meilensteine und Maßnahmen. Im ersten Schritt ist die Beendigung der regulatorischen (gesetzlich vorgeschriebenen) Tierversuche bis 2025 vorgesehen. Für die Grundlagenforschung sieht der Plan eine schrittweise Reduzierung der Tierversuche vor.
Bislang hat kein anderer EU-Mitgliedsstaat es ihnen gleichgetan.
Lediglich die Regierung der Region Brüssel-Hauptstadt wurde aktiv und legte einen Abbauplan im Sinne des niederländischen Berichts vor.

2019 haben die USA angekündigt, ebenfalls einen Ausstiegsplan zu entwickeln. Verlässliche tierfreie Methoden sollen bis 2035 Giftigkeitstests an Säugetieren vollständig ersetzen. Die US-Umweltbehörde EPA begründet diesen Schritt unter anderem mit der schlechten biologischen Vorhersage von Tierversuchen. 

Großes Bündnis

Insgesamt haben sich 13 Initiativen und Vereine zusammengeschlossen um mit der Kampagne Ausstieg aus dem Tierversuch. JETZT! die Öffentlichkeit zu mobilisieren und Druck auf die Politik auszuüben. Federführend in dieser wichtigen Kampagne sind unser Bundesverband, sowie die Ärzte gegen Tierversuche.
Der Auftakt der Kampagne war am 29. Januar 2020. Vertreterinnen und Vertreter der verschiedenen Vereine versammelten sich mit Bannern und Schildern vor dem Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) in Berlin.

Außerdem wurden die ersten 52.000 Unterschriften einer bereits seit einem Jahr laufenden Petition an eine Mitarbeiterin des Tierschutzreferats im BMEL gegeben, zusammen mit einem offenen Brief an Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner, in dem die zentralen Argumente und Forderungen aufgeführt sind.

Was Sie tun können

Unterzeichnen Sie unsere Online-Petition oder sammeln Sie Unterschriften auf Papier.
Hier die Unterschriftenliste als PDF zum Download. 
Am Ende dieser Seite finden Sie diese Unterschriftenliste zum Download mit nur einem Klick.

(1) 2010 haben die EU-Mitgliedstaaten vereinbart, Verfahren mit lebenden Tieren für wissenschaftliche Zwecke und Bildungszwecke vollständig zu ersetzen, sobald dies wissenschaftlich möglich ist
(Richtlinie 2010/63/EU, Erwägungsgründe 10, 46, Artikel 47 Absatz 1).

 

Hier die Unterschriftenliste zum Download

TierversuchAusstiegJetztU_liste.pdf (70,5 KiB)

 

Demo Kampagne: Ausstieg aus dem Tierversuch. JETZT!

© Tierrechte Baden-Württemberg