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Kein Spass für Hunde – Kritik an Mops- und Bulldoggenrennen in Wernau

2022-09-02 14:03

Wernau / Stuttgart, 2. September 2022 - Am bevorstehenden Wochenende findet zum wiederholten Mal das Mops- und Bulldoggenrennen in Wernau statt. Diese Hunderassen sind dafür bekannt, schon unter „normalen Bedingungen“ schwer Luft zu bekommen. Menschen für Tierrechte Baden-Württemberg e.V. appelliert daher an das Verantwortungsbewusstsein der Hundehalter*innen, ihre Tiere nicht an den Start und damit nicht unnötig in Lebensgefahr zu bringen.

Mops und Bulldogge zählen zu den sogenannten brachycepahlen Hunderassen. Sie werden bewusst auf Kurzköpfigkeit gezüchtet, um ein gewünschtes Aussehen zu erzielen.

„Brachycephale Rassen, wie beispielsweise der Mops oder die französische Bulldogge, werden so gezüchtet, dass sie dem Kindchenschema entsprechen: runder, großer Kopf und große Kulleraugen. „Viele Menschen finden das niedlich, so Tierärztin Stephanie Kowalski vom Verein Menschen für Tierrechte Baden-Württemberg, sie nehmen dadurch aber gleichzeitig schwere gesundheitliche Folgen bei den Hunden in Kauf. Ihre Schädel sind deformiert und dadurch quasi nicht mehr voll funktionsfähig. Es handelt sich um Qualzuchten. Viele dieser Tiere ringen – vor allem bei sommerlichen Temperaturen, wie sie auch am Wochenende erwartet werden - röchelnd um ihr Leben.“

Als Modehund erfreuen sich Möpse und französische Bulldoggen großer Beliebtheit. Das Leiden dieser Hunde, durch ihre rassetypischen Merkmale, ist vielen Hundehalter*innen nicht bewusst. Die Brachyzephalie beeinträchtigt nicht nur die lebensnotwendige Sauerstoffaufnahme durch die Atmung, sondern auch die Temperaturregulation des Körpers.

An einem Hunderennen, wie es in Wernau stattfinden soll, kommen außerdem Lärm, Menschenansammlungen und fremde Artgenossen hinzu, die zusätzlichen Stress bei den Tieren auslösen. Die Vierbeiner werden gehetzt, damit sie eine gute Platzierung erzielen. Solche Veranstaltungen dienen nicht der Beschäftigung der Tiere, sondern werden zur Unterhaltung und Belustigung der Menschen durchgeführt.

Der Tierrechtsverein appelliert daher an alle Hundefreund*innen, die Bedürfnisse der Tiere und nicht ihre eigenen Wünsche in den Vordergrund zu stellen:

  • Vermeiden Sie bei warmen Außentemperaturen gemeinsame sportliche Aktivitäten. Bieten Sie ihrem Vierbeiner einen kühlen und schattigen Platz und frisches Trinkwasser an.
  • Adoptieren statt kaufen! Schenken Sie einem Tier aus dem Tierheim eine zweite Chance, statt einen Hund vom Züchter zu erwerben. Jedes Jahr werden ca. 80.000 Hunde in deutschen Tierheimen abgegeben oder ausgesetzt. Viele dieser Tiere finden kein neues Zuhause mehr.

 

Menschen für Tierrechte Baden-Württemberg e.V. ist ein gemeinnütziger Verein, der sich seit 1983 für die Rechte der Tiere einsetzt. Durch Öffentlichkeitsarbeit macht der Verein Tierleid für die Bevölkerung sichtbar und zeigt Alternativen auf. Seit 2016 sind die Menschen für Tierrechte einer der drei anerkannten Verbände für das TierschutzMitwirkungs- und Verbandsklagerecht in Baden-Württemberg.


Quellen und weiterführende Links
Bundestierärztekammer e.V. Qualzuchten
Qualzuchtdatenbank

Kontakt
Menschen für Tierrechte Baden-Württemberg e.V.
Hasenbergsteige 15
70178 Stuttgart
Tel. 0711-61 61 71
Mail info@tierrechte-bw.de

Stephanie Kowalski, kowalski@tierrechte-bw.de
Wissenschaftliche Mitarbeiterin / Tierärztin

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© Tierrechte Baden-Württemberg

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