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Ostern – Das Fest der getöteten Tierkinder – Menschen für Tierrechte Baden-Württemberg wünscht sich ein wirklich friedliches Osterfest

2021-03-31 19:18

An Ostern sieht man überall Lämmer, Küken und Hasen. Wir finden sie niedlich, nutzen sie als Dekoartikel, erfreuen uns an den echten Tieren, sofern man diese zu Gesicht bekommt und erzählen unseren Kindern, dass der Osterhase kommt. Was wir ihnen nicht erzählen ist, dass der Osterhase auf dem Teller liegt. Kaum ein Fest ist so schizophren wie Ostern. An keinem anderen Festtag zelebrieren wir über Wochen die Tiere, denen wir mit genau diesem Fest den Tod bringen. Das niedliche Osterlamm aus Keramik schauen wir erfreut an, während wir in der Pfanne genau dieses Tierkind zu einem Braten degradieren.

Allein in Deutschland werden jährlich bis zu 900.000 Lämmer getötet, besonders zu Ostern wird außerdem zusätzlich Lammfleisch aus dem Ausland importiert. So sehr steigt zu diesem Festtag die Nachfrage nach dem Fleisch von Schafen im Säuglingsalter. Lämmer werden bereits mit 8 Wochen von ihrer Mutter getrennt und zur Schlachtbank geführt. Sie trinken zu dieser Zeit noch Muttermilch. Die verängstigten Lämmer werden im Schlachthaus in Metallgitter gepfercht. Man betäubt sie meist, indem man Strom durch ihren Körper jagt und schlitzt ihnen anschließend die Kehle auf. Die Angst, die diese zu Ostern gefeierten Tierbabys spätestens ab Trennung von der Mutter durchleiden müssen, kann sich jeder halbwegs empathievolle Mensch gut vorstellen.

Außerdem ist Ostern das Fest der Eier und Küken. Jedes Jahr werden in Deutschland rund 50 Millionen männliche Küken lebendig geschreddert, da sie für die Eierindustrie nutzlos sind. Sie weilen nur wenige Minuten auf dieser Erde, werden nie unter die warmen Federn der Mutter kriechen, so wie es die Natur für sie vorgesehen hatte. Auch für die Legehennen ist das Leben eine einzige Qual. In riesigen Ställen mit Tausenden von Tieren verbringen sie in Lärm und Ammoniakgeruch ihr kurzes Leben. Die meisten von ihnen werden nie das Sonnenlicht sehen oder scharren und picken können. Nach 1,5 Jahren sind sie meist so ausgelaugt, dass sie beim Schlachter landen.

Dem Symboltier von Ostern, dem Osterhasen, ergeht es nicht besser. Etwa 30 Millionen Kaninchen landen jährlich in Deutschland auf dem Teller. In der Zucht wird eine Häsin nach etwa einem Jahr im Schlachthaus getötet, auch sie ist durch die Lebensbedingungen bereits zu diesem Zeitpunkt ausgelaugt. Die Kaninchen in der Mast werden im Alter von drei bis vier Monaten, nach einem kurzen Leben in winzigen Käfigen, getötet – in der Natur sind sie zu diesem Zeitpunkt noch nicht einmal ausgewachsen. Bei kleinen Schlachtbetrieben oder Hausschlachtungen dürfen Kaninchen noch mit einem Schlag auf den Kopf betäubt werden. In großen Schlachtbetrieben wird den Tieren Strom durch den Körper gejagt oder mit einem Bolzenschussgerät die Hirnplatte zerstört, anschließend schlitzt man ihnen die Kehle auf.

Von all diesen Geschehnissen um Ostern stellen wir uns keine Dekofiguren hin oder drucken sie in die Osterwerbung. Wie eigentlich in allen Bereichen von Tierprodukten blenden wir den Tötungsprozess aus, tun, als würden zu Ostern besonders viele Lämmer auf grünen Wiesen liegen und Küken auf Osterwiesen friedlich mit ihren Müttern sitzen. Zur besonderen Ironie und Krönung des Ganzen bringt dann noch der fröhliche Osterhase die Eier der glücklichen Hühner. Leider ist Ostern in Wirklichkeit das Fest im Jahr, an dem wir besonders viele Tierkinder töten lassen. Die Tatsache, dass wir uns all diese Tiere, die wir in unser Ostermenü einbinden, in friedlichen Gegebenheiten als Dekoration wählen, zeigt, welche Behandlung wir uns für diese Tiere wirklich wünschen. Die Idylle aus Deko und Werbung kann real werden. Denn jeder hat an Ostern die Wahl, ob er für die Tötung eines Tierkindes bezahlt oder nicht.

Menschen für Tierrechte Baden-Württemberg ruft dazu auf, dieses Ostern eines der vielen pflanzlichen Gerichte zu probieren und so ein wirklich friedliches Osterfest für alle fühlenden Lebewesen zu ermöglichen.

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© Tierrechte Baden-Württemberg

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